Solo Trip Tag 1

Zum ersten Mal fahre ich alleine, auf tatsächlich nur zwei Rädern, los.

Diverse Männer insbesondere der älteren Generation, die das mitbekommen, schauen mich an, als hätte ich gerade gesagt, ich möchte nach Afghanistan auswandern. ALLEINE? MIT DEM MOTORRAD? BIS AN DEN GARDASEE? 

Aber nun geht es tatsächlich los! Direkt nach der Arbeit um 15h.  Nach den ersten eineinhalb Stunden bis Pfullingen (!) dank Kampf zwischen Navi, der Straßenbaugesellschaft und mir, denke ich mir, ich hätte ich doch (wie der Jungspund vor mir) über den Fußgängerweg fahren sollen, an der Baustelle. Naja. Umdrehen und weiter geht's, ich schwitze bei 32° und kämpfe mich durch den Feierabend Verkehr der mittlerweile auch noch ausgebrochen ist!

ab Pfullingen waren das Navi und ich uns dann einig und ich bin fast immer da gefahren, wo es wollte, außer bei den Baustellen...  obwohl frech siegt ja immer:  bei einer Umleitung was es mir zu doof-  ich bin einfach durchgefahren wie vom Navi vorgeschlagen.  Die Straße war zum Teeren vorbereitet aber befahrbar und ich musste nicht noch mehr Zeit verlieren.

Danach war ich so richtig versöhnt mit dem Navi! Tolle Straßen, nur Kurven, kein Verkehr- einfach genial! Durchs Lautertal über das Gestüt Marbach nach Obermarchtal. Traumhafte Landschaft.

Hinter Obermarchtal wurden die Straßen immer kleiner und kleiner und irgendwann hab ich mich auf einer Schotterpiste wiedergefunden. Ziemlich cool - offroad fahren mitten in Deutschland!

Ich glaube das Navi hat dann die Uhrzeit gesehen und mich auf die Autobahn geschickt, um irgendwann noch einmal anzukommen. Schon in der Dämmerung bin ich dann in Tannheim angekommen und hab in dem supersüßen Alpenhostel mein Zimmer bezogen.

Kurz nach mir ist noch einen Kölner Ducati Monster Fahrer angekommen und zusammen mit dem jungen Gastwirt saßen wir noch auf ein paar Getränke und haben Erlebnisse ausgetauscht.

Genau solche Abende und Begegnungen sind doch das was man sucht, wenn man einfach mal drauf los fährt....

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