Thursday, October 4, 2018

Le Lauzet-- Ubaye - Luino

Eigentlich wollten wir heute einen Moped Fahrtag in den französischen Alpen machen. Die Idee waren der Bonnet Pass oder der offroad Parpaillon Pass. Leider sieht es morgens echt düster aus. Die Wolken hängen noch tief drin und es ist kalt. 8°C als wir aufstehen und es soll maximal 12 °C geben. Und das unten im Tal also auf den Pass ungefähr arschkalt. Und wir haben das ja nicht eingeplant, sind nur auf Côte d'azur und Lago Maggiore eingestellt Klamottentechnisch. Also gut, dann eben nicht. Wir lassen die Mopeds im Bus und fahren so weiter.  Vorbei am herrlichen Stausee Lac de Serre-Ponçon über die Demoiselles Coifées (Gesteinsformationen die nur existieren, weil ein Stein oben drauf sitzt und die Erosion verhindert)  hier laufen wir noch bis zu den Felsen hoch.
Und weiter bis nach Embrun. Dort besichtigen wir das Städtchen, das komplett tot ist. Also schnell weiter, nur ein kleines Frühstück gönnen wir uns hier noch. Und übrigens regnet es und wir sind froh nicht fahren zu müssen. Mit dem zweit schlechtesten Kaffee in Frankreich. Kaffee ist hier immer ein Glücksspiel. Nur - es gibt wie in jeder Lotterie mehr Nieten als Hauptgewinne...
Dann will Uller gerne wenigstens über den Pass fahren an dem er vor 3 Jahren seine erste NineT zerlegt hat. Also fahren wir zum Col d'Izoard. Wahnsinn diese Landschaft. Wir versprechen und planen bereits, dass und wann wir wieder kommen können. Und wir sind schon wieder froh nicht mit den Mopeds unterwegs zu sein. Es hat mittlerweile -1°C und schneit leicht und es stürmt extrem. Aber es ist ein Traum....
Dann ist der Traum auch vorbei, es geht über Briançon nach Italien. Über Turin zum Lago Maggiore und schwupps fängt quasi der dritte Teil des Urlaubs an. Und zwar standesgemäß mit einer Pizza bei unserem Stamm- Italiener.

Wednesday, October 3, 2018

Dandy Riders Festival - DGR

Am liebsten würden wir im Bett liegen bleiben. Die Party gestern hat uns auch mitgenommen aber heute ist DGR (Distinguished Gentlemens Ride) eine Veranstaltung bei sich der weltweit am gleichen Tag morgens tausende von Motorradfahrern treffen die alle extrem schick und herausgeputzt sind. Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu erregen und Spenden einzusammeln für die Prostata Krebs Forschung.
Also raus aus der Kiste, aufbrezeln und dann noch alles packen und runter schleppen. Weil der bis Bus bis nach dem ride noch dort stehen soll, müssen wir zum Bus kommen. Also Taxi rufen.
Unten am Gelände stehen schon über 200 Fahrer, die alle mit fahren.
Schnell merken wir, dass die Franzosen das mit den Gentlemen nicht so ganz kapiert haben. Die ziehen sich zwar ganz gut an (leider nicht alle, wie immer gibt es ein paar, die distinguished einfach anders interpretieren). Wirklich gar nicht kapiert haben es aber die, die burnouts machen, wheelies und den Autos auf die Scheibe hauen, die kleine Lust haben 200 Mopeds abzuwarten. Der Fahrstil ist typisch französisch, immer zwischen den Autos vordrängeln. Ansonsten geht es nach der Hafen Rundfahrt über die Ufer Promenade ins Hinterland und dann wieder ans Meer zurück und der Küste entlang nach Saint Rafaël zurück. Tolle Strecke! Das Finale ist dort wo am ersten Abend die Ausstellung war. In Frankreich gibt es ja eher nie guten Kaffee aber der war rekordverdächtig schlecht. Dazu ein Madeleine aus der Plastik Folie. Yammi - not! 藍
Und dann geht's zurück aufs Gelände, wir lassen die Mopeds noch abkühlen und verabschieden uns von allen. Dann Mopeds wieder verladen und los geht's Richtung Verdon Schlucht.
Schöne Landschaft mit vielen Foto Stops. Leider haben wir kein Kletterzeug dabei und leider sind die Mopeds im Bus statt auf diesen herrlichen Kurven. Kurz überlegen wir in wenigstens einer fahren darf, während der andere den Bus fährt aber auch im Auto ist die Schlucht super schön.
Ziel für heute ist ungefähr Barcelonette, wir haben dann ein günstiges Zimmer kurz vorher gefunden.
Unterwegs haben wir noch in Digne-les-bains gestoppt und uns ein Restaurant fürs Abendessen gesucht. Und das hat die französische Küche rehabilitiert. So lecker!
Danach dann noch bei Dunkelheit die letzte Etappe bis zum Hotel. Wieder ein langer Tag. Wieder müde und ab ins Bett.

Tuesday, October 2, 2018

Dandy Riders Festival - race day

Heute ist Renn-Tag!
Nach einem kurzen, leckeren Frühstück mit französischen Törtchen - yummi - geht es aufs Festival Gelände. Alle sind recht fit, gestern wurde nicht groß gefeiert, auch weil heute die Rennen sind. Die Stimmung ist ohnehin relativ gedämpft weil allen, vor allem denen die live dabei waren der schwere Unfall von Ralph in den Knochen sitzt, dem beim Training eine gerissene Kardanwelle den Unterschenkel zerlegt hat. Alle haben deshalb deutlich mehr Respekt und Sicherheit bekommt neuerdings ein anderes Gewicht.
Dann bricht der ganze Rennzirkus auf zur Rennstrecke. Die ist super schön mit Pinien gesäumt und steigt leicht an. Als Flag Girl Laura mit einem echten Kamel Einzug hält, bestätigt sich mal wieder, dass die Sultans of sprint zwar ein Rad ab haben aber die Ideen scheinbar nicht ausgehen.
Die Rennen sind mal wieder top, alle geben alles. Eine super Show. Vor allem Andreas mit seinen trockenen Hamburger Kommentaren ist einfach Hammer.
Zurück am Gelände müssen wir natürlich noch kurz ins Wasser springen, wo wir schon mal am Meer sind! Sehr chillig weil hinter uns schon die erste Band spielt und mit Pink Floyd schwimmt es sich ausgezeichnet!
Und dann muss ich noch schnell zum fotografieren in die wall of death. Immer wenn ich rein wollte war dann doch kenne Vorführung und ich will ungedingt ein cooles Foto. Ist aber irgendwie viel schwieriger als gedacht. Es ist eng und vor allem ist der Radius des Kessels wirklich klein. Ständig fährt der Artist aus dem Fokus. Naja, dann geniesse ich eben die show und habe nur mittelmäßige Bilder. 😂
Und anschliessend runden ein stage diving contest und die Siegerehrung den Tag ab. Und dann können alle entspannt feiern. Alles ist gut gegangen, keine weiteren Unfälle 😅  und feiern kann man in dieser Wüstenfamilie 😂!

Monday, October 1, 2018

Dandy Riders Festival Tag 1

Wir starten mal wieder zu kleineren Abenteuern. Eigentlich wollen wir für 10 Tage an den Lago Maggiore. Aber beim Glemseck 101 haben uns einige Leute gefragt, ob wir auch nach Saint Raphaël zum Saison Abschluß der Sultans of sprint Reihe kommen. Warum eigentlich nicht. Also starten wir fürs Wochenende erstmal an die Côte d'azur. Liegt ja fast auf dem Weg 😂😂😂.
Um 4h morgens ist Start am Freitag.
Um 15h sind wir angekommen und haben das Hotel bezogen.
Dann erstmal einen Parkplatz für den bis suchen. Das Problem ist, dass wir einigen Respekt vor der Mittelmeer Küste bzw. generell vor Frankreich haben, insbesondere nach dem Auto Einbruch in Monza... Also holen wir fast alles aus dem Auto ins Hotel Zimmer bevor wir den bis parken. Genialerweise bekommen wir direkt neben dem Festival Gelände einen kostenlosen Parkplatz. Die Freude ist riesig, das haben wir uns komplizierter vorgestellt.
Dann erstmal großes Hallo bei allen die wir kennen und ein Orientierungsgang übers Gelände, das sehr, sehr überschaubar ist. Wir habe Hunger und suchen was zu essen. Seltsamerweise wirkt es, als ob die Freßbuden oder neudeutsch streetfood Wägen alle abbauen. Wir fragen also nach und ja, sie ziehen jetzt um zu dem Ort an dem am Abend die Motorrad Ausstellung ist. Also müssen die Motorräder doch heute noch aus dem Bus und wir fahren dorthin. Auch sehr überschaubar alles. Wir sind eh müde vom langen Tag und gehen nach unserem Burger schnell wieder zurück und parken unsere Mopeds innerhalb des Festival Geländes und beten, dass sie morgen, genauso wie der Bus, noch dort stehen. 😘

Monday, September 17, 2018

Solo Trip Tag 5 - the end

Zwei Faktoren sind schuld, dass ich heute noch früher dran bin. Erstens: mein Motorrad steht ganz vorne in der Garage, vor allen anderen Motorrädern, die also ohne mich nicht rauskommen. Zweitens: ich will nicht so spät zuhause ankommen. Also sitze ich um 7:20h auf dem Moped und düse los. So langsam habe ich vor mir selbst Angst...

Ich freue mich, dass es immerhin 15 Grad hat, die Strassen sind leer, die Motorrad Gruppen sitzen sicher alle noch beim Frühstück.

Bei Schildern, die auf Sperrungen hinweisen, halte ich neuerdings immer an. Meine Risiko Freude diesbezüglich hat nachgelssen und es ist schlicht nicht möglich, die ganzen Informationen auf einmal zu lesen.

Das erste Schild im Kaunertal sagt, der Pass sei am 15.9. gesperrt. Das kann ich zwar in der Kürze lesen aber woher soll ich wissen, was wir heute für ein Datum haben? 🤔. Also trotzdem anhalten und Datum checken. Heute ist der 17.9. man hätte das Schild also getrost schon abmontieren können aber na gut, wenigstens kann ich da jetzt fahren!

Irgendwas stimmt mit der Route aber nicht. Also wieder stehen bleiben. Ich bin ja jemand der mit Navi fährt und nicht nach Navi. Das heißt, ich weiss immer wo ich gerade fahren sollte. Und ich habe eine recht gute Orientierung. Aber manchmal verträumt man eine Abfahrt und weiss dann nicht mehr so recht, wo man jetzt ist. Zudem ist es ziemlich neblig im Kaunertal. Ich mache den Fehler mein Visier hoch zu klappen, damit ich mehr sehe, dadurch beschlägt das Visier aber von innen und zusätzlich meine Brille auch noch. Jetzt sehe ich wirklich schlecht und der Nebel wird immer dicker. Das hilft der Routenfindung nicht wirklich.

Ich muss sicher 5 mal umdrehen und lande auf kleinsten Strassen. Irgendwann steht ein alter Bauer vor mir und wundert sich was ich hier oben treibe. Ich erkläre ihn meine temporäre Orientierungslosigkeit und wir lachen über die moderne Technik. Er sagt mir den Weg an und wundersam klappt ab jetzt auch alles.

Übers Pitztal fahre ich ins Ötztal und auf Imst zu. Heute will ich endlich über das
Hahntennjoch, das ja auf dem Hinweg gesperrt war. Angeblich ist es wieder offen, ich habe aber heute morgen keine Infos dazu gefunden. Als ich auf der Zufahrt dorthin bin steht dort wieder ein Schild, mit sehr viel Text. Also halte ich entsprechend der neuen Spielregel an, laufe zurück und lese. Und denke. Die Sperrung gilt auch heute weil Montag ist und nach 8h. So ein Mist. Was für dumme Sperrzeiten! Die machen natürlich Sinn aber für mich nun leider gerade ungünstig. Tja, mal wieder Fernpass...

Der Rest ist schnell erzählt, ich möchte ich Allgäu frühstücken, da aber direkt an der Fernpass Route nichts kommt, fahre ich irgendwie schon raus aus dem Allgäu und halte erst am Allgäuer Tor für ein Frühstück. Und plane den Rest der Route. Über Ulm und Blaubeuren. Dann noch die Heim Albsteige runter und ich bin zuhause. Schon um 13h und nach 1700 km.

Herrlich war's! Jetzt in die Sauna und eine Massage und ich bin wieder hergestellt.