Solo Trip Tag 3

Der Tag startet mit echten Mädchenproblemen. Erst muss ich das Zimmer umstellen um irgend ein kleines Plätzchen für die Yogamatte zu finden, dann im Bad, macht meine Tagescreme Tube ein riesen Schlamassel. Jedes Mal dass gleiche, wenn man in großer Höhe ist. Ich habe jetzt gefühlt den halben Inhalt der Tube in der Hand 😆

Dann folgt das obligatorische Packschlamassel.  Kaum denkt man, man hat alles in der großen gelben Tasche und hat sie fest verschlossen, findet man noch irgendwas was hätte rein müssen. Immer.

Trotz diesen Hindernissen sitze ich tatsächlich um 9:00 Uhr schon wieder auf dem Motorrad. Irgend wie transformiere ich mich 🤔  ein sehr ungewohntes Gefühl durch Orte zu fahren und andere Motorrad Fahrer langsam ihr Motorrad bepacken zu sehen. Normalerweise sind die immer schon weg.

Nach dem letzten kurzen Blick auf die schönen Dolomiten geht's durch ein wunderschönes Tal.  Leider habe ich vergessen vorher zu tanken und das Schild das jetzt 25 km Kurven Strecke ankündigt, beunruhigt mich etwas, weil ich keine Tankstelle dort erwarte und keine Ahnung habe ob danach was kommt. Keine Ahnung warum,  aber mit Reserve fahren, finde ich immer etwas unentspannt. Wird heute aber nötig sein. Nach 1 km auf der Strecke springt schon die Reservelampe an. Bei einem kleinen Fotosstop checke ich dann doch lieber mal wann die nächste Tankstelle kommen soll.  Puh, sind genau die 25 km. Das sollte meine Reserve ja problemlos  schaffen - also kann ich jetzt entspannt die Kurven genießen und habe mal wieder mein Luxus Problem aus Kurven reiten oder gemütlich cruisen und schöne Fotospots suchen.

Die Strasse ist mal wieder ein Träumchen und am Ende kommt auch die Tankstelle.  Ein Mann mit Hund in Ihrer Ape stehen mir noch kurz Fotomodell und ich trinke meinen ersten Cappuccino.

Dann wird es kurz etwas ungemütlicher, denn ich muss irgendwie durch das Tal in dem Trento liegt, also das Verkehrsschlamassel kreuzen. Geht aber erstaunlich schnell - mit ein paar stinkenden Tunnels ist das Ganze überwunden .

Und jetzt geht die Kurvenorgie los. Mit gleich mal 37 Spitzkehren. Da kann ich noch mal meine Kurven Technik ordentlich verfeinern bis ich oben am Pass und dem Skigebiet ankomme. (heute war im Programm :Haltung des Ellenbogens)

Eine längere Pause wird nötig, weil das Wetter am Gardasee eher schlecht sein soll,  ich sollte also nicht zu früh dort hinkommen heute Abend soll alles wieder gut sein.

Nach gefühlt noch mal tausend Kurven, pässen, Seen und einer spaßigen Kurven Jagd mit einer älteren Ducati, bin ich da. Als erste. Das ist super entspannt, dann kann ich erstmal Wellness geniessen bevor die 50(!) anderen kommen.

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