Solo Trip Tag 2 Südvogesen - Nordvogesen


Ich bin erstaunlicherweise recht früh wach, mache meine Yoga Einheit und packe meine gelbe Tasche. Immer in der Sorge bestimmt was vergessen zu haben und sie nochmal aufmachen zu müssen aber erstaunlicherweise darf sie zubleiben... Nach einem Kaffee mit den neuen Bekannten starte ich um 9h mal wieder bei 8 Grad und mit meinen dicken Klamotten.


Erster Stop ist ein Tipp der anderen Motorradfahrer, noch ein Weltkriegsdenkmal, diesmal kann man sehen, wie die Gräben angelegt waren. Wenn man Eintritt bezahlt sieht man glaube ich recht viel aber erstens interessiert es mich dazu nicht genug (Kriege sind für mich nur zum vermeiden da, da muss ich nicht wissen wie genau man die führt ;-)) und zweitens mal wieder das Problem ein vollgepacktes Moped stehen zu lassen. Das ist der einzige echte Vorteil den Motorradkoffer haben...



Ich bin zwar wirklich nicht viel gefahren bisher aber ich erfriere demnächst also beim nächsten Stop einen Kaffee und ein Pain au chocolat. Hier will ich so lange sitzen bis meine Hände und meine Füße komplett warm sind. Dauert ca. 30 Min und 2 Kaffe und 2 pain chocolat dann starte ich wieder. Und lande in einem Wettbewerb im Bergauf-Gehen.



Und dann lande ich in einer Umleitung. Die passt mir aber leider absolut nicht in den Kram denn die Strasse wollte ich wirklich fahren also mal sehen wie weit ich komme. Auf Google Maps sieht es aus als könnte ich später die Baustelle umfahren je nachdem wo sie ist.



Klappt auch gut, ich komme ziemlich weit bis ein Umleitungsschild kommt. also der Umleitung nachgefahren. Komisch, schon wieder offroad, aber natürlich cool und wenn das die offizielle Umleitung ist, sollte es ja fahrbar sein.


Es wird enger und vor allem geht es recht deutlich nach unten, ich begehe das erstmal zu Fuß und frage mich ob ich das wirklich machen soll. Das Problem dabei: Ich bin mal wieder völlig alleine und wenn ich die Kiste umlege bekomme ich sie vermutlich alleine nicht wieder hoch. Laut Maps ist es zwar nicht mehr weit bis zur Strasse aber eben auch mit jetzt erhöhtem Schwierigkeitsgrad.


Was hätte ich eine Lust es zu probieren aber die Vernunft siegt. Ist auch komisch dass hier kein Mensch unterwegs ist wo das doch die Umleitung ist. Ich beschliesse erstmal zurückzufahren solange es noch geht und die Bauarbeiter zu fragen.Und siehe da, das Umleitungsschild war blödsinn, es hatte Pfeile in beide Seiten statt nur rechts. Und kaum fahre ich rechts ist es eine ganz normale Strasse. Langweilig aber eine sichere Bank...

Und dann geht es weiter in die Nordvogesen mit herrlicher Landschaft. Im Tal ist der Rhone-Marne Kanal auf dem die Hausboote gemütlich schippern und daneben die idyllische Zuglinie und oben auf dem Fels lacht mich eine Burg an die ich gleich besichtige, ich habe noch genug Zeit bis Bille mit Familie in Saverne ankommen. Und der Abstecher lohnt sich, ein toller Blick übers Tal!



Und schon komme ich in Saverne an, beziehe den Campingplatz und ziehe bürgerliche Klamotten an um ins Städtchen zu laufen. nachdem ich zur Zeit ein Faible für Langzeitbelichtungen habe, sitze ich sicher eine Stunde gebannt und glücklich vor dem Kinderkarussel und mache Mitzieher.


Um 19h kommt Bille mit Familie und wir machen gemütliches Picknick auf dem Campingplatz, schicken Mann und Kinder zur Campingplatz-Poolparty und geniessen einen ruhigen Abend.


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