Tag 4 Susa - Sestriere
Nach gemütlichem Frühstück mit Oli hat er uns Richtung Ardeche verlassen und wir sind Richtung Süden aufgebrochen.
Der Tag heute war geplant mit 42km off-road von Susa nach Sestriere über die Assietta Kammstrasse.
Erstmal wollten wir uns mit Brot, Käse, Wurst, Wasser eindecken um dann in der Bergwildnis zu picknicken. Also im Bergdorf im Tante Emma Laden noch einkaufen. Dann Richtung Pass. Dann Zweifel ob wir Richtig sind, Check auf Google Maps: wir sind falsch. Also umdrehen und die andere Straße nehmen. Nach 10 Spitzkehren Zweifel ob wir richtig sind. Check auf der Landkarte: wir sind falsch. Der andere Weg wäre richtig gewesen. 10 Spitzkehren zurück (waren durchnummeriert daher diese präzise Angabe ;) ) und wieder Richtung Col Finistre. Dort stand am Verkehrsschild ein niederländisches Motorradkennzeichen das wohl jemand verloren hat (passiert off-road häufig durch die Vibrationen) und weil mir das letzten Monat auch passiert ist und ich weiß wie doof das ist, setze ich mal auf die sozialen Medien. Ein Foto in die TET Gruppe auf Facebook sollte eigentlich funktionieren. Einen Versuch ist es Wert.
Dann gehts noch ein paar enge Spitzkehren bergauf bis der Teer zu Ende ist und der Schotter anfängt. Also los. Nach 10 Metern merken wir dass alles suboptimal ist. Bei mit hat die Werkstatt beim Kundendienst den Lenker verstellt und die Armaturen festgezogen alles in ungünstiger Position zum stehend fahren. Und mein Tankrucksack verhindert die Stehposition auch recht erfolgreich. Bei Uller das selbe plus ungeeignetes Fahrwerk. Naja, jetzt abbrechen ist ja auch doof. Also mal versuchen sitzend zu fahren. Geht einigermassen aber bei Uller sieht man dem Heck an, dass es leidet. Also Luft ablassen damit nicht die Dämpfer alles abfedern müssen. Und mal zum Col Finistre fahren und ggf. dort umdrehen, jetzt haben wir schon den größten Teil bis dahin. Uller ändert jetzt die Einstellung und nimmt Materialverlust in Kauf und schwups sind wir oben.
Erstaunlicherweise steht da alles voll mit Autos... bis wir die andere Seite des Passes sehen, da geht es geteert weiter, daher kommen sie also alle... zum nächsten off-road Teil geht es später wieder ab. Erstmal die Teerstrasse runter da taucht plötzlich eine Bar auf. Auch cool - ist zwar nicht die einsame Landschaft die wir erwartet hatten aber nehmen wir gerne mit. Cappuccino und Strudel rufen :)
Als wir dort aufschlagen schlage ich vor, dass wir nicht weiter off-road fahren wenn ich mir ullers Heck so anschaue. Er inspiziert die Schäden und das lustigste ist der Reflektor der unter das Nummernschild gehört, jetzt aber in neuer Position Richtung Reifen schaut... er hat so stark eingefädelt, dass das Kennzeichen auf dem Reifen aufgesessen hat und weil der Reifen sich ja dreht wickelt es dann Reflektor und Kennzeichen nach innen... mit diesem setup ist das Moped einfach nicht off-road tauglich. Beweis erbracht. Gut dass es hier die Teerstrasse gibt.
Ab nach unten und im Tal ein Picknick Plätzchen am Fluss suchen. Das haben wir auch gefunden mit Blick auf eine riesige Festung, die sich endlos den Hang hoch zieht. Mal googeln was das ist: das Forte Fenestrelle, die zweitgrößte zusammenhängende Festungsanlage nach der chinesischen Mauer (!). Nach dem Picknick und dem Mittagsschläfchen fahren wir nochmal über Schotter zu einem Fort das dazugehört aber auf unserer Bergseite liegt um die andere Seite besser zu sehen. Und anschliessend zum Fort mit kurzer Besichtigung. Die 4000 Stufen die über 600 Höhenmeter überbaut (!) den Berg hochgehen haben wir uns gespart.
Dann zügig nach Sestriere und wieder runter ins Tal zu unserem Hotel das wir für 2 Nächte fix gemacht haben. Ein gemütliches Ankommen in der Nachmittagssonne, duschen, Abendessen und eine Garage für die Mopeds,. Und zum ersten Mal viele Deutsche Mopeds (bisher waren hier überall nur Italiener unterwegs)
Also alles in allem anders als geplant aber super schön :)








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