Sarajevo Sightseeing

 na dann schauen wir uns die Stadt heute mal richtig an. Ich habe gelesen, dass es eine Seilbahn gibt und man am besten hochfährt und dann ca. 45 Min wieder runterläuft, das wollen wir machen. Aber erstmal einen Kaffee auf der Terrasse, kurze Vorstellungsrunde weil Rainer und Ben sich noch nicht kennen und die Aussicht geniessen. 


Da hinten auf den Bergen liegt noch Schnee, das macht uns ein bisschen Sorgen denn da wollen wir ja Enduro fahren. Naja, dann halt im Schnee ;-
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Nachdem wir jetzt Wechselgeld haben sehen wir auch, wie die Münzen aussehen


Und dann geht's los zu unserer Wanderung. Erstmal durch die Stadt und Sehenswürdigkeiten mitnehmen. Eine heutzutage leider wieder sehr präsente Sehenswürdigkeit ist der Ort and dem der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau im Auto erschossen wurden - in dessen Folge der erste Weltkrieg ausbrach. Ich habe viel Zeit mit Nachlesen der Ereignisse verbracht, ziemlich spannend. 


Im Schaufenster an der anderen Ecke des Mahnmals gibt es Bilder, wie es damals aussah (war ein Cafe in dem der Schütze saß - eigentlich war der Anschlag schon schief gegangen - da kam die Kutsche vor seine Nase gefahren und er hat ihn doch aus 2m Entfernung erschießen können)


Genug der Geschichte, ab in die Gegenwart. Wir kommen auf dem Weg zur Seilbahn bei der Sarajevska Brauerei vorbei. Hier wird fast nur dieses Bier getrunken. Das wollen wir aber erst auf dem Rückweg probieren.


Wir haben die Seilbahn gefunden. 15 Mark kostet die einfache Fahrt den Berg hoch. Und die Aussicht ist perfekt. Oben gibt's in der Bergstation Kaffee und Gebäck und Orangensaft und noch mehr Aussicht.


Und dann gehts wieder runter in die Stadt. Wir sind ziemlich begeistert denn wir hatten schon gehört, dass die Rodelbahn von 1984 von der Winterolympiade in Sarajevo ein toller lost place ist, hatten aber eigentlich gedacht die ist woanders, nun stolpern wir förmlich drüber und können das erste Stück des Weges komplett an bzw. in der Rodelbahn laufen. Krass dass es sogar Weichen gibt mit Beton-Schiebeteilen...




der Weg nach der Rodelbahn fühlt sich richtig nach Urlaub und Allgäu oder so an. Wunderschön mit Blick über die Stadt so runterzulaufen...



Und dann das verdiente Bier in der stockdunklen Brauerei. Schmeckt natürlich doppelt so gut wie ohne vorhergehende Wanderung :-)


Dann wieder Richtung Innenstadt. Das ist das Rathaus. Eine schöne Mischung aus Gebäudestilen gibt es hier, auch immer wieder so ein maurischer Einschlag...


Die schönsten Gassen gibt es im muslimischen Teil der Stadt mit kleinen Läden, Börekimbissen, Cevapcici Imbissen, Bosnischen Kaffees und Souvenirs. Wir sind vor allem an den Süßigkeitenläden interessiert in denen es kandierte Pomeloschalen gibt. Kennen wir aus Italien und lieben wir sehr :-)



Und nach einem Powernap im Hotelbett wird'es auch schon Zeit fürs Abendessen. Leider ist der Börek noch nicht so lange her und wir haben kaum Hunger aber ja schon reserviert. Egal. Gehen wir mal in diesen seltsamen Schuppen der von außen völlig heruntergekommen ist, aber so gute Bewertungen im Internet hat. Mal sehen.

Es zeigt sich, dass Sascha ein echter Freak ist. Absolut herzlich. Er schmeißt den Laden komplett alleine deshalb muss er alle Gäste so eintakten dass das funktioniert (deshalb auch nur mit Reservierung). Trotzdem bittet er uns lieber 4 verschiedene Gerichte zu probieren damit er mehr Spaß hat und wir mehr ausprobieren können. Machen wir es kurz, alle Gerichte sind der Wahnsinn. So lecker! Und mit den Nachtischen hat er uns dann total. Und das hinter diesen Türen. Unglaublich...



Gleich ins Bett geht nicht mit dem vollen Bauch also bringen uns Uller und Ben noch in Ihre "Stammkneipe" in der sie gestern abend schon waren. Und ein bosnischstämmiger Hannoveraner der auch Gast ist, erklärt uns ganz viel was wir noch nicht wussten. Nur nette Leute hier.


unter anderem gibt er uns einen Tipp für eine Bäckerei direkt bei der Moschee. Total versteckt, 24h geöffnet, immer frisch gebacken, immer Leute die was wollen. 


Wir sind echt begeistert von der Stadt. Bei aller Armut und Zerstörtheit ist auch sehr viel Schönes vorhanden.



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