Fünfter Fahrtag - Schotter und Meer gibt seinem Namen alle Ehre
Bevor wir um 10h an Dirks Basisstation sind, starten wir den Tag unten in der Stadt mit einem cafe con leche.
Dann ist Abfahrt. Dirk hat noch nicht mal gefrühstückt weil er morgens immer die Mopeds kurz warmlaufen lässt und ihm dabei der E-Starter von Ullers DR kaputt gegangen ist. D.h. Uller muss heute immer am Hang parken, um sie anrollen zu lassen (Spoiler: es wird nicht immer klappen)
Über Orgiva (am Camping holen wir noch Rainer ab) fahren wir Richtung Meer. Teilweise die genialen Kurvenstrassen, teilweise Offroad "Abkürzungen" (die natürlich länger sind als die Originalroute).
Immer Richtung Castell de Ferro. Allerdings am Schluss nicht auf der Straße, sondern im Flussbett.
Auf den ersten Metern Flußbett denken wir alle "au weia! Wie soll das funktionieren!" Weiches Geröll, größere Steine und ordentliche Stufen wechseln sich ab. Fahren wie auf Eiern. Das Motorrad schwänzelt, die Stufen sind teilweise echt hoch aber nach einer Weile geht es. Man muss gut die Position auf dem Moped finden, die Stufen mit Geschwindigkeit überfahren, dann geht es tatsächlich. Aber es bleibt schweißtreibend und als wir an der Mündung des Flussbettes ins Meer sind, sind wir dank der Anstrengung in Kombinination mit 27°C schweißgebadet.
Oli schwitzt sogar im Schatten
Als die DR dann runterrollen soll, klappt das Anrollen leider nicht, weil der lose Untergrund nicht genug blockiert. Nach wieder mal schweißtreibenden Anschiebeversuchen, die alle nicht funktionieren, schieben die Jungs die DR vom Strand auf die Strasse. Da klappt das Anrollen dann auch zackig. Aber die paar Meter zur Mittagspause reichen nicht, um uns trocken zu fahren. Wir kommen also total fertig und verschwitzt im Restaurant an. Es gibt Paella als Appetitizer, Tortilla Espanola und Salat.
Heute ist die Pause eher länger, wir brauchen Erholung.
Anschließend eine kurze Etappe auf der Strasse, dann über lange und teilweise steile Auffahrten nach Rubite. Dort zeigt Dirk uns den Hang von unten und von oben, an dem er demnächst einen hillclimb veranstalten will. Auf dem Bild sieht man ihn vom eher harmlosen Anfang (nur in Vergleich zum Rest!) wieder runterkommen, erstaunlich was er mit den abgefahrenen Reifen alles hinbekommt.
Und dann geht es über zahlreiche Wege, Schotterpisten, Auffahrten wieder zurück.
Am Schluss merke ich, wie platt ich bin. Die Spitzkehren im Schotter wollen einfach nicht mehr klappen (Memo an mich: mehr Schräglage und weitere Blickführung!) Egal, nach dem Tagespensum total okay platt zu sein.
Abends bringen wir Oli zu Emily und fahren dann schnell runter zum Duschen. Und weil sich Uller beim Flussbettfahren den Ringzehen (heisst das so??) verdreht hat - er weiß selber nicht wie das in den Stiefeln überhaupt ging- fahren wir heute mit dem Auto in die Stadt, statt zu laufen. Abendessen nochmal in der Bodega Gonzales aber von unseren Tisch Nachbarn ( beide aus Deutschland aber einer davon in Lanjaron geboren) haben wir den Tip bekommen, besser im Altenheim zu Essen. Da sei es besser, günstiger und weniger touristisch. Super! Machen wir morgen.
Heute Abend noch ein bisschen packen, weil: morgen um 9h müssen wir hier auschecken, bevor es zur letzten Tour geht.
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