ACT Portugal - Resümee
Und hier das versprochene Resümee für den ACT Portugal:
Toller Track, sehr hübsches Land und super Leute, die einen überall willkommen heißen.
Übernachtungen waren immer einfach zu finden. Wie immer die Empfehlung: nichts vorbuchen, dann ist man flexibler, wie weit man an dem Tag kommt. Erstaunlich: alle Betten waren super, egal wie teuer oder günstig die Übernachtung. Nahrung und Benzin sind auch einfach zu bekommen, allerdings ist das Essen sehr fleischlastig und meist frittiert. Gemüse und gekochtes Essen sind irgendwie selten.
Für so eine lange Reise eignen sich Spanien und Portugal sehr gut, weil alles recht günstig ist (Übernachtung ca 55 Eur pro Zimmer im Schnitt, wäre auch noch günstiger gegangen), Kaffeepause mit süßem Teilchen 3.50 Eur pro Person, Abendessen mit Wein ca. 10- 15 Eur pro Person.
Mit Englisch kommt man mehr schlecht als recht durch. Aber jeder will einen verstehen und helfen.
Das Wetter war im Mai perfekt, vielleicht ist es normalerweise wärmer oder gar heiss? Wir hatten absolut perfekte Bedingungen.
Ich hatte definitiv wieder zuviel dabei. Bikini und Handtuch habe ich nicht gebraucht (vor allem, weil zu kalt für die Hotel Pools, wenn es welche gab), Birkenstocksandalen nehmen zu viel Platz weg und sind unflexibel und für Wasser auch ungeeignet. Nächstes Mal besser dünne, leichte Flipflops. Second layer zum Fahren ist wohl eher nicht nötig, ausser es könnte unter 14 Grad fallen oder man muss lange bei unter 20 Grad Autobahn fahren
1 -2 Paar Socken reichen für Abends (tagsüber ja die Merino Fahrsocken), eine Hose reicht, ein Pulli und ein T-Shirt auch. Ein Paar leichte und flexible Sneaker haben mir auch sehr gute Dienste getan für abends, in Städten und am Pausentag.
Jeden Tag benutzt und deshalb ultimativ wichtig: Mütze und dünne Daunenjacke! Man ist halt viel in den Bergen... was ich mir noch kaufen werde, sind ein paar wasserdichte Handschuhe mit langen Stulpen ich hatte meine alten gefütterten Regenhandschuhe dabei, die sind viel zu dick um damit was anderes als Schnellstraße fahren zu können.
Ebenfalls wieder viel benötigt: Kabelbinder. Nicht benötigt, aber glaube ich immer noch eine gute Idee war der Superkleber, der auch mal Metall kleben könnte.
Meine Packtaschenlösung musste ich mehrfach flicken, war suboptimal. Ideal wären die super Mosko Moto Taschen gewesen, die alle hatten, denen wir begegnet sind.
Wie schon in Italien finde ich 5 Tage zu wenig. Es ist machbar aber ich finde 1-2 längere Pausen tagsüber wichtig und wir brauchen sowieso viel Zeit für Fotostops und weil wir kein Kommunikationssystem haben, brauchen wir auch mal zwischendrin Pausen, um was zu bequatschen. Wir haben jetzt für die 5 ACT Tage 6,5 Fahrtage benötigt. Damit war es gemütlich.
Für echte Anfänger finde ich sowohl den ACT Portugal als auch ACT Italien zu schwer.
Je leichter das Moped desto mehr Spaß. Aber es ging mit der GS alles, mit der angepassten Urban GS von Uller auch und er hat sie tatsächlich nicht einmal abgelegt!
Ich habe das Moped seltener weggeworfen als in Italien - also entweder war Portugal leichter oder ich war besser. Beides im Bereich des Möglichen...
Die Klim Anzüge haben absolut perfekt abgeliefert. Ich hatte immer nur mein Merino Baselayer an (Icebreaker 200) das hat gereicht. Über die Reißverschlüsse geht dann alles super zu regulieren. Regen hatten wir nur einmal und auch keinen Wolkenbruch, für den Fall hätten wir auch noch den Storm collar gehabt um den Regen ausserhalb des Kragens ablaufen zu lassen.
Das Ipad war eigentlich eine gute Lösung, hat aber leider nicht den Balastungen standgehalten. Da müsste was anderes her (outdoortablet?)
Es ist immer ein Kompromiss aus: sich selbst helfen können und Gepäck auf ein sinnvolles Maß zu beschränken. Wir hatten Glück und keine Panne und mit Marcos Survival Ausstattung hätten wir dann auch alles machen können. Sonst hätten wir bei einem echten Schaden (Reifen platt oder so) mit unserem Werkzeug das Rad ausbauen und zu einer Werkstatt fahren müssen. Es ist Europa - zwar sehr ländlich aber man ist nicht wie in der Wüste in Afrika auf ein autarkes Durchkommen angewiesen. Lieber leichter bepackt, ggf. hilfsbedürftig aber das ist ja dann auch ein Abenteuer und das suchen wir doch eh alle.
Ideale Gruppengrösse sind 3-5 Motorräder. Und wenn man das vorher schon weiß kann man die Werkstatt auch ein bisschen aufteilen ;)
Alleine fahren würde ich das weiterhin nicht. Zu selten kommt mal jemand vorbei. Und wenn man im Graben liegt, sieht einen nicht mal jemand. Wenn dann nur mit dem inreach System, um dann Hilfe anfordern zu können.
Mein ganz persönliches Fazit:
Ich habe für mich gelernt, dass eine längere Reise von 2-12 Monaten für mich nicht wichtig wäre 2-3 Wochen reichen mir völlig. Wir fahren jetzt lieber eher heim und haben da noch ein bisschen Zeit, als noch bis zur letzten Minute unterwegs zu sein. Und ich bin froh über diese Erkenntnis, dachte eigentlich immer, ich würde es lieben, so lange weg zu sein. Es war toll, mal so lange am Stück zu haben und ohne Plan einfach mal drauf los zu fahren. Aber man macht sich eh ganz schnell wieder Pläne. Ich hatte nach 3 Wochen vor allem keine Lust mehr wieder in die Fahrklamotten zu steigen.
Hier geht es weiter: https://roadtripon2wheels.blogspot.com/2024/05/granyena-de-garrigues-manresa.html

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