Guadix - Orgíva

Picture of the day:



Wir wollen heute ja früh los, klappt super, um 10:45h fahren wir los…. Nicht unsere Stärke. 

Naja, nicht so tragisch ist ja nicht soo weit heute, Plan war ja nur früh anzukommen um noch ein bisschen zu chillen und auch um noch einen kleinen Moped Kundendienst bei Dirk zu machen, weil der das Equipment hat.



Übrigens: hier die Organisation meiner Damenhandtasche aka Tankrucksack: rechts Lippenstift und Tampons, links Geldbeutel und Handy und das Kernstück - die Kamera immer griffbereit in ihrer Kuscheldecke. Es ist ein Wunder dass das alles reinpasst in dieses winzige Teil.

Von unserer Übernachtung aus geht es direkt gerade aus auf die Sierra Nevada zu. Da müssen wir heute drüber. Weil das so fotogen ist, will ich gleich ein Foto machen. Kamera meckert aber- keine SD Karte drin. WTF? Oh Mist, ich habe gestern, weil alles so spät war, vergessen, die wieder in die Kamera zu machen. D.h. Die steckt jetzt noch im SD Karten Leser, in der Elektro Equipment Tasche in der Packtasche die hinten drauf gezerrt ist. Ahhhhh. Alles aufmachen was morgens ewig korrekt reingepuzzelt wurde…. Hilft ja nix. Jetzt kann ich das Foto machen und mir ist wärmer als die 18 Grad eigentlich hergeben nach diesem Frühsport.


Wir kommen nur wenige hundert Meter weit, als ich schon wieder anhalten muss. Ich bin völlig perplex was da im Straßenrand liegt. Eine Wildsau die aussieht, wie ein ausgestopftes Tier das vom Hänger gefallen ist, aber ganz offensichtlich ist sie angefahren worden. Warum die dann so Beine nach oben da liegt verstehe ich auch nicht…. (Ah, ist ja Samstag also hoch die Hände, Wochenende?) 

Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch gar nicht, dass das Motto des Tages hier bereits gesetzt wurde: Tote Tiere. Nach der Wildsau folgen später noch: Schlange, Hase, Meise, Eichhörnchen, unbekannter Vogel. 


Kaum unterwegs schon wieder was zu sehen! Eine riesige Burg auf einem Hügel tut sich auf, das Castillo de la Calahorra (ein Schloss der italienischen Renaissance). Gut dass wir keine Kultur machen wollen, denn das Schloss hat sowieso nur Mittwochs offen. Und Mittwoch ist heute nicht (hab ja gerade erst erwähnt dass heute Samstag ist). Haben wir Glück ;-)


Nachdem es erstmal hoch in die Sierra Nevada geht und nach einigen Kurven, biegen wir ab in den TET. Der gibt sich auf dieser Etappe als unbefestigte Autobahn. Ich schalte tatsächlich auf Piste in den 4. Gang (bei 60 km/h) also im Grunde kommen wir zügig voran aber es ist auch anstrengend, weil man bei der Geschwindigkeit höllisch aufpassen muss um Schlaglöcher oder Steine zu vermeiden (muss man bei geringerer Geschwindigkeit natürlich auch, aber da hat man halt mehr Zeit zu überlegen ob man rechtsrum oder linksrum drumherumfährt). 





Immer wieder gibt es steinige Passagen, die einfach sehr bockeln, weshalb sich meine Kupplungsarmatur gelöst hat. Also schnell wieder anziehen, bevor ich die Schraube verliere. Und weil wir schon dabei sind, können wir gleich noch Luft aus meinem Reifen lassen. Der ist immer noch mit 2,3 Bar aufgeblasen und viel zu prall. Und jetzt denke ich endlich mal dran und wir haben noch genug off-road Strecke vor uns, damit es sich lohnt. Also dürfen die Box mit den Nüssen und der Kompressor heute mal aus der Werkstatttasche an die frische andalusische Luft.




Jetzt ist es deutlich angenehmer. Weniger Gehopple.



Irgendwann ist auch diese Autobahn zu Ende, Der Schotter trifft wieder auf die Straße und weiter geht's nach Trevelez, da wollte Uller eh mal wieder hin. Bei uns heißt es das Schinkendorf. Alles dort geht um Schinken. Der hängt dort in der guten Bergluft überall in den Häusern ab. Für uns ist es jetzt endlich Frühstückszeit. 14h-  da kann man mal was essen. Salat und Croquetas. Lecker und eigentlich ausreichend aber zum abschliessenden Kaffee bestellen wir noch einen Nachtisch (Käsekuchen und Zitronentarte und damit ist es ein bisschen viel..


Von Trevelez geht es dann nach Soportujar (dem Hexendorf) und dort die steile Kurvenstrasse (sehr steil! Seeehr enge Kurven!) hoch auf Transnevada Strasse. Und von hier geht es direkt von oben zu Emily. Hier fühlen wir uns wieder zuhause und kennen fast alles. 


Nachdem wir bei Emily abgepackt haben und uns erstmal gedrückt haben (und natürlich Fellcore, den Hund, gekuschelt), laden wir ab und quatschen bei einer Limo. Dann geht es mit Drinks bewaffnet weiter zu Dirk und Kathi und auch zu Linda, die zur Zeit auch mit ihrem Bus auf den Grundstück von Alfons wohnt. So schön alle wieder zu treffen. 
Und Uller nutzt wie geplant den Baum und den Kettenzug, um sein Motorrad nochmal zu pimpen (er will die durchgesteckte Gabel lieber in Originallänge nutzen können) 


und meine Dicke Dame hätte gerne Öl. Bekommt sie… und wir bekommen um 21h nach dem Duschen das leckere Abendessen bei Emily, diesmal sind zwei Französinnen die anderen Gäste am Tisch. Ein gemütlicher sehr schöner Abend.

Der ungemütliche Teil folgt jetzt, wir haben ab jetzt erstmal keinen Plan und keine Route mehr, also müssen wieder Karten gewälzt und Pläne geschmiedet werden. Eigentlich bräuchten wir jetzt nen Pausentag alleine dafür. Aber den haben wir leider nicht weil Emily morgen wieder volles Haus hat… naja, wir werden sehen wohin der Wind uns weht.





Comments

  1. 😍😍😍😍😍

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  2. Soso 2x am 11.5. gefahren......Respekt ;-)

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