Motril- Spielplatz

Heute fahren wir nach Motril zum Spielplatz, diesmal kommt auch Oli mit, für den Motril ja super nah ist von Torre del Ferro. Nachdem wir wieder die Mopeds verteilt haben, starten wir über die "Zombiestrasse", die alte Strasse die die Natur sich Jahr für Jahr mehr zurückholt, dann unten am Bach entlang und über die kurvige Landstrasse dann Richtung Spielplatz. 




Uller möchte gerne von dort aus in den Spielplatz wo die alten Anlagen sind. Der Spielplatz ist tatsächlich ein Naherholungspark der mit Unsummen von Geld ausgebaut worden sein muss. Es gibt zahlreiche Anlagen (Unterstände, Terrassen, Brückchen etc) die alle komplett verwaist sind, hier hat wohl kaum jemand je gepicknickt. Also haben sich das gesamte Gelände (und das ist riesig) jetzt Mountainbiker, Quadfahrer und Endurofahrer unter den Nagel gerissen, es gibt dort Singletrails, Auffahrten und Abfahrten, und auch sonst so allerhand Übungsgelände. 

Jedenfalls verpasst Dirk die Einfahrt und fährt eine zu früh rein. Das hat allerdings ziemliche Konsequenzen denn wegen der Regenfälle der letzten Wochen und Tage ist jegliches Offroadgelände ja sowieso eine Umdrehung schwerer geworden und ich kann mich an diese Stelle aus dem Vorjahr erinnern, dort sind wir sie runtergefahren und ich fand es schon ziemlich böse. Das erste Hindernis ist erstmal nicht tragisch, es ist ein umgefallener Baum und mit ein paar Ästen die wir abbrechen und ein bisschen Moped querlegen kommen alle gut durch. 

Hat allerdings Zeit gekostet. Dann fahren wir wieder ein paar Meter. Dirk voraus, zack die Rampe hoch, Thom immer hinterher, ohne die Zeit nachzudenken deshalb zack die Rampe halb hoch dann aber mittendrin umgefallen und die Rampe runtergefallen. Ein Glück ist nichts passiert. Ich ziehe gleich meinen Joker und lasse mein Moped von Dirk hochfahren, Ben versucht es, aber um ein Haar geht es auch bei ihm schief, er kommt bis ganz oben, wackelt dann aber in Richtung Abhang und bleibt gerade noch so stehen/hängen, während wir ihn alle schon runterfallen sehen und Dirk nur noch "neinnnnn" schreit. Aber er ist safe oben geblieben. Puh, bisschen viel Nervenkitzel. 


Weil alle so Schiss vor dem Abhang rechts haben, halten sich alle weiteren sehr weit links, was auch nicht soo clever ist. Uller wirft schon am halben Hang hin, aber immerhin nach links, Oli fährt ganz hoch aber sehr weit links was ihn auch fast umfallen lässt und Sandra lässt sich das Moped auch ganz relaxt hochfahren und krabbelt den Hang zu Fuß hoch. 

Kaum dass nach einer Stunde dann mal endlich alle oben sind kommt der nächste querliegende Baum. Diesmal etwas kniffliger, wir müssen das Moped über den Baum bringen, der liegt aber nicht ganz eben also müssen wir erst noch mit Ästen eine Art Rampe bauen um gut drüber zu kommen. Auch das bekommen wir hin. Aber wir machen kaum Meter bei diesem Tempo. 

Die letzten zwei Schwierigkeiten bestehen dann aus vermeintlich unspektakulären Hindernissen. Das erste ist ein Waldboden. Der besteht fast nur aus Nadeln und hat einfach überhaupt keinen Grip. Am Schluss der steilen Passage muss man rechts auf eine Betonröhre hochfahren aber den Anlauf bekommt man kaum weil alles durchdreht. Und jedes Moped macht die Sache noch schlimmer. Am Ende muss auch hier Dirk fast alle Mopeds selbst hochfahren. Und zum Abschluss geht es noch eine steile, grobschotterige Piste hoch die extrem tiefe Wasserrinnen hat. 

Als wir das alles geschafft haben, und quasi endlich am Spielplatz angekommen sind, sind wir pitschnass, durstig, hungrig und platt.

Also nach Motril zum Mittagessen. Obwohl wir überall hinwollen nur nicht in die unsägliche Pizzeria landen wir trotzdem dort 😏🤣. Sagen wir mal so, wir haben danach keinen Hunger mehr. Immerhin. 

Die Pause war trotzdem wieder so lang, dass wir eigentlich keine Zeit mehr haben auf dem Spielplatz viel Zeit zu verbringen. Wir fahren aber zumindest noch ein paar single trails die es in sich haben aber irgendwie sind wir alle ganz gut unterwegs und kommen gut durch. Und dann wird es auch höchste Zeit nach Hause zu fahren, sind ja noch ein paar Meter bis Lanjaron. 

Zum Abschluss stellt Dirk die Frage ob wir kurz und über die Windräder oder länger aussenrum fahren wollen. Wir entscheiden aussenrum zu fahren. Eigentlich auch eine schöne Landstrasse (alte Rennstrecke) aber leider regnet es uns ordentlich ab. Also kommen wir völlig durchgefroren und pitschnass an der Basis an wo Kathi schon recht verzweifelt auf uns wartet, sie war davon ausgegangen dass wir heute besonders früh zurück kommen statt dessen sind wir besonders spät dran. Und Kathi, Dirk und Bert haben heute schliesslich noch ein Date bei Emily, denn heute hat Bert Geburtstag.

Und so geht es weiter: https://roadtripon2wheels.blogspot.com/2025/03/pausentag-fur-manche-flussbett-fur-die.html


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