ACT Tag 1 Nikšić - Šavnik

Picture of the day :


Um 8h sind wir an den Mopeds verabredet. Irgendwie sind Fee und Sandra schon fast fertig bis Uller mal anfängt 🤣…

… aber irgendwann hat jeder alles verzurrt und verstaut und es geht Richtung Tankstelle. Nach dem tanken geht aber mein Motorrad jedes Mal aus, wenn ich in den ersten Gang schalte, um loszufahren. Mist, der Verkäufer hatte wohl schon Probleme mit dem Schalter, der dafür sorgt dass der Motor bei ausgeklapptem Ständer ausgeht. Und genau dieser Schalter verursacht das Problem. Geht ja super los bei uns. Immerhin, wenn wir den Stecker nicht reinstecken funktioniert alles, die einzige Gefahr ist, mit ausgeklapptem Ständer loszufahren, was saugefährlich ist aber ich bin da eigentlich gar nicht anfällig dafür. Seither mache ich ijedenfalls eine lustige Wischbewegung mit meinem Fuß beim losfahren, um nochmal die Ständerfreiheit zu prüfen. Dieses Problem war also zumindest einfach lösbar, aber auch hier sind direkt wieder 20 min dabei draufgegangen.

Jetzt erstmal Kaffee und Frühstück. Bis wir dann mal loskommen ist es schon 10:30h aber wir haben auch nicht vor, den Tag 1 heute vollständig zu fahren, nachdem schon die ACT Organisatoren sagen, den könne man auch gut auf zwei Tag aufteilen und wir ja eh gerne lieber unseren Rhythmus fahren. Mal sehen wie weit wir kommen werden. Den Rhythmus zu finden dauert ja am ersten Tag eh. Keiner von uns kennt sein Moped außer Fee und alle sind lange nicht mehr offroad gefahren. Dann muss man erstmal die Regen bzw. Windjacke anziehen, weil der Startpunkt ja weit oben liegt und es frisch wird. 

Aber dann sind wir nach 1,5h schöner Kurvenstrassen kurz vor dem Sedlo Pass im Durmitor Nationalpark, an dem der ACT startet.

Davor gibt es allerdings einen kleinen Stau, weil die Strasse von Schafen belegt ist und ein Auto mit Mini Wohnwagen steht der Herde entgegen. Dann hüpft die Beifahrerin raus und ich denke mir: lustig, sieht Heike, einer Freundin von mir total ähnlich als sie sich umdreht und sie ist es tatsächlich, also jubeln wir mitten am Pass und meine Mitfahrer wundern sich, warum ich irgendwo, mehr als 1000km von zuhause entfernt, einer Frau um den Hals falle. Ist schon schräg, zuhause haben wir uns Jahre nicht gesehen obwohl wir nur 10km entfernt wohnen und hier begegnen wir uns wieder.

Nachdem wir oben am Pass noch ein bisschen gequatscht haben, starten wir dann endlich um 12:30h tatsächlich den ACT mit dem obligatorischen offiziellen Startfoto.

Nach ein paar Kurven auf Asphalt geht es links weg in den Track - mitten rein in die tolle Landschaft. Schnell die Windjacke aus, es wird sofort warm sobald man offroad ist.

Zwei andere ACTler aus Aalen in Drohnenbegleitung kommen uns entgegen und sonst nur eine Horde Pferde die mit Kühen durchmischt ist. Zum Glück sind die so nett und nehmen die Umleitung, so können wir einfach nur dastehen und der Karawane zuschauen.

Irgendwann wird es flüssiger mit dem Fahren und nach den ersten eher grobschottrigen Passagen wird es auch etwas geschmeidiger.

So gegen 15h kehren wir in einer der spitzen Hütten ein, die so typisch für den Durmitor Nationalpark sind. Und fangen an uns Gedanken zu machen, wo wir es heute wohl noch hin schaffen. Die Übernachtungen hier im Nationalpark sind aber für 5 Leute, die idealerweise gerne 3 Zimmer hätten, nicht so dicht gesät. Wir überlegen eine Stunde hin und her mit booking und dem Track neben dran, bis wir beschließen, mal zu solchen typischen Hütten zu fahren..

.. die liegen aber dann doch an der schweren Variante die wir heute eigentlich vermeiden wollten und hinter einer Wasserdurchfahrt. Die Idee war es heute ganz gemütlich angehen zu lassen und die Mehrheit findet, wir sollten lieber umdrehen zum letzten Ort (Savnik) dort gab es ein Hotel an der Strasse direkt neben der Tankstelle. Also gut, dann also zurück, es fängt gerade an zu nieseln. Thom checkt den Preis und wir finden 45 Euro pro Person deutlich zu teuer. Also mal weitersuchen. Parallel verhandelt Sandra aber nochmal den Preis und wir einigen uns auf einen Preis der für alle passt. Also ankommen. 

Fee findet dass ihre Bremse komisch ist und bittet Thom mal kurz eine Probefahrt zu machen. Nur leider startet das Moped nicht mehr. Gar nicht gut… die Suche beginnt und Ferndiagnose aus Kaufbeuren glaubt am ehesten, dass der Regler der Lichtmaschine das Problem ist.

Sandra versucht derweil den Klassiker zu lösen: dass das Gepäck immer weiter an einen ran kuschelt.

Und bei allem hilft diese bezaubernde Hundedame, die wir direkt mitnehmen würden!

 

Fakt ist, dass Fees Batterie jetzt leer ist und erstmal geladen werden muss, bevor wir irgendwohin kommen. Also versuchen wir in diesem Dorf die Batterie geladen zu bekommen, nicht so einfach - aber der Tankwart kann helfen. Er gibt die Batterie einem Freund mit der nach Niksic fährt und sie über Nacht lädt. Dann kommt sie morgen zwischen 7:30h und 8h wieder. Parallel überlegen wir was tun könnten. Letztlich rufen wir den ADAC an, der sagt auch zu dass er um 7:30h kommt. Mal sehen wie es ausgeht, wir sind auf jeden Fall unendlich froh, dass das Problem genau hier direkt am Hotel passiert ist und nicht eine Stunde vorher mitten auf dem Track. Ein echtes Glück im Unglück. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass Fee einfach morgen wieder mitfahren kann, weil der ADAC das reparieren kann. Bis dahin essen wir im Hotel zu Abend und diskutieren alle Szenarien die es für morgen geben könnte…


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