ACT Tag 3 Tamarë - Shkoder

Bild des Tages:

Um 9:30h sind wir in Tamare gestartet


Eigentlich eine gute Startzeit aber die nächste Tankstelle ist in Hot also erstmal einmal ganz über den Berg und unten tanken. Kurz nach Tamare kam noch dieser hübsche Imbiss mit Aussicht. Immerhin 22km mussten wir dann umsonst fahren. Und in Hot ist es übrigens Hot… 


Als wir an den ACT Abzweig zurückkommen und uns kurz besprechen, kommt ein einzelner Fahrer und fragt ob wir ACT fahren und ob er sich dranhängen kann, er hätte gestern schon sein Moped alleine aufheben müssen. Also fährt Alex dann den Tag mit uns mit. Wie sich später rausstellt hat er aber noch nie ein Endurotraining gemacht und will sich das quasi selbst beibringen. Nach einem kürzeren Stück das  noch Schotter ist, aber komplett fertig zum teeren vorbereitet, geht es dann erstmal noch ein gutes Stück Strasse. Die Gegend ist heute weniger rauh, eher hübsches Alpenvorland. Lieblich und sehr schön, mit felsigen Gipfeln und endlosen Kurven, die aber leider alle ziemlich verstopft sind mit Individualtouristen in Campern und VW Bussen. In Theth scheint das das seinen Höhepunkt zu finden inkl. Zipline etc. und die Strasse ist nur einspurig; da passen zwei Fahrzeuge nur schwer aneinander vorbei, deshalb dauert das Stück ewig. Aber oben auf dem Pass machen wir dann endlich eine Kaffeepause und schauen den Influencer Kids beim posen auf der Aussichtsplatform zu…

 

Nach Theth geht es wieder offroad. Am Anfang mit vielen Wanderern, später eher einsam und hoch in die Berge. Auch das offenbar ein Strassenbauprojekt. An einer Stelle müssen wir eine ganze Weile warten, weil ein Raupenfahrzeug mit Bohrmeissel den Berg abträgt, um mehr Platz für die Fahrspur zu machen. Die Etappe ist lang und staubig und recht anstrengend. Vor allem für Alex der ja keine Ahnung hat wie man Kurven im Schotter fährt. Als wir warten fragt er mich - wie machst Du das Kurvenfahren?


Irgendwann hört aber auch das längste Stück auf und wir sind wieder unten im Tal. Jetzt sind es aber immer noch gut 50km bis zum offiziellen Ende von Tag 2 und Uller stellt fest, dass die auch nicht nur Strasse sondern nochmal offroad sind. Aber wir wollen das noch durchziehen. Also los. Und das war immerhin sehr versöhnlich, denn dieser Abschnitt war allerschönstes Endurogelände mit sandig weichem Boden, Bachbett, Wäldern. (Im Nachhinein der Lieblingsabschnitt von uns allen auf dem gesamten ACT)

Das war wirklich hübsch und ging auch gut und flott. So kommen wir dann doch am offiziellen Tag 2 Ende an und steuern erstmal die Tankstelle an. Wir sind ziemlich durch, haben aber noch keine Unterkunft. Und die zu finden war mal wieder schwierig. Telefonisch erreicht man sowieso nie jemanden, vieles gibt es nicht mehr, weil es zugemacht hat. Alex verabschiedet sich dann von uns. Was gut ist, denn ich hätte nicht für ihn die Verantwortung übernehmen wollen auf schwereren Abschnitten die ja noch kommen müssen denn bisher war nichts sehr schwer. 

Als ich meine Brille zum Unterkunft suchen aufziehe, hab ich den losen Bügel in der Hand (die Idee, vorher noch beim Optiker die Schraube nachziehen zu lassen war echt gut aber wäre halt super gewesen, wenn die Dame es so gemacht hätte dass es dann auch hält…). Wir finden dann kleine süße Hüttchen die allerdings nicht ganz so idyllisch an der Strasse liegen. Und hier kommt nun auch Fee wieder zu uns. Sie kann nur noch ohne Licht fahren aber das geht immerhin. Also ankommen, duschen und Abendessen (okay Fee telefoniert noch eine Stunde mit dem Elektriker zuhause um das Problem zu finden). Danach nehmen die Probleme weiter ihren Lauf. Seit Fee Thoms Telefon hatte, kann er es nicht mehr entsperren. Höchstmysteriös aber nach Ausschluss aller Kriterien kann es für uns nur sein, dass er die falsche Pin eingibt. Und so durch wie er heute war ist das für uns denkbar. Dann halt Digital Detox….

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