ACT Tag 10 Leskovik - letzte ACT Etappe
Bild des Tages:

Wir haben ja unsere Hütte für zwei Nächte um heute mit den leichten Mopeds ohne Gepäck zurückzufahren und den Teil des ACT nachzuholen der als hard+ bewertet ist.
Nach dem traditionellen Frühstück geht es los

Wir sind sehr gespannt was uns erwartet. Erstmal tanken, nicht ganz voll, damit es nicht so schwer ist, wenn man es aufheben muss. Und dann erstmal die hübsche Kurvenstrasse wieder zurück.
60 km müssen wir immerhin zurück.
Bevor es in den Track geht, trinken wir noch einen Cappucchino und machen unsere Shirts nass weil es jetzt schon heiß ist.
Weil die Polizei so gemütlich sitzt, fährt der Tankwart das Polizeiauto zur Seite, als Platz gebraucht wird.
Dann geht es ab in den Track. Erstmal eine sehr lange Strecke die normale Schwierigkeit ist aber dadurch, dass sie lang ist und ständige Konzentration erfordert und es heiß ist, ist auch das nicht ohne. Und es wird viel Kupplungsarbeit gefordert, einige Stellen sind sehr schmal und es geht ordentlich seitlich runter, wer hier eine nervöse Gashand oder Bremshand hat, liegt weit unten im Hang.


wie immer sieht man die heiklen Stellen auf den Fotos nicht weil man genau dort ja keine Muße hat auch nicht Bilder zu schießen.


Bei einer Erfrischungspause an einer Quelle können wir noch zuschauen wie auf dieser schmalen „Strasse“ zwei 4x4 aneinander vorbei wollen. Interessant übrigens, dass in allen drei 4x4 die wir getroffen haben, jeweils die Frau gefahren ist.

Nach 3 Stunden und 62km quasi ohne Unterbrechung kommt der rot markierte Abschnitt der hard+ ist. Wir brauchen aber erstmal eine Pause, leider gibt es hier auf dem gesamten Abschnitt keine einzige Bar oder Restaurant. Unser Wasser ist dafür etwas knapp bemessen und Verpflegung haben wir auch keine, ausser die 4 Riegel und zwei Datteln die Sandra mitgenommen hatte. Aber erstmal brauchen wir einen schattigen Platz an dem wir mal sitzen können.
Also los, es geht eigentlich sofort zur Sache: grobe Steine, steil, wildes Rodeo, dann kurze Steppenlandschaft und ein Baum! Juhu endlich mal abliegen! Wir hauen uns einen Riegel rein und nicken kurz weg.

und auch die Mopeds genießen die Siesta im Schatten.

Eine halbe Stunde Entspannung muss drin sein. Als wir wieder loswollen stellt Uller fest dass er auf Reserve ist 🙈 wir sind doch gerade erst in diesen Teil gestartet! Wir machen es spannend… Der Plan ist jetzt soweit zu fahren wie es geht und falls wir wirklich ein Problem bekommen, den Schlauch von einem der Trinkbeutel zu opfern, um damit Benzin von Motorrad A zu Motorrad B umzupumpen. Dann stellen wir uns dem Track der eine Mischung aus tiefen Schlammlöchern, trockenen Spurrillen und groben Eselspfaden und Wanderwegen und ab und zu Wald ist. Ein paar Hirtenhunde haben uns auch noch auf Trab gehalten. Alles war eher abschüssig (seitlich) also am Hang fahren. Und alles mit hübscher Aussicht sofern man mal schafft, die Augen etwas höher zu nehmen.





Es ist einigermaßen erstaunlich, dass wir nur drei Mal ein Motorrad aufheben mussten. Zweimal habe ich die Schlammlachen für Stunts genutzt (einen 360 bei dem ich danach wieder in Fahrtrichtung stand, mein Fuß der im Schlamm stand aber im Zeitlupentempo weiter gerutscht ist und ich die komplette Schlammpackung nur verhindern konnte indem ich mich gleichzeitig am Ast festgehalten habe bis Uller zur Hilfe kam. Und einen 180 bei dem dann die Steilheit des Hanges an den der Chinakracher hochfahren wollte das verhindert hat und sie dann doch recht weit im Schlamm lag). Einmal hat Uller an einem Hang einen Ticken zu lange nachgedacht ob es rechts oder links geht und fürs Stehenbleiben war das Bein dann doch viel zu kurz. Nicht nur umgekippt sondern über den Boxer hinaus mit etwas Materialverlust (Bremshebel gekürzt und habe ich schon erwähnt, dass man Klappspiegel besser einklappen sollte? Auch ein Spiegel ist abgebrochen).



Insgesamt sind wir aber super durchgekommen, Rookie Thom hat astrein abgeliefert. Insgesamt fast 2,5h Stunden haben wir für die ca. 30km dieses schweren Abschnitts gebraucht bis wir in Neskovik an der Distillerie ankommen die den offiziellen Endpunkt markiert.

Wir sind sowas von durch. No way den Tag 6 am Stück zu fahren, wenn man die schwere Variante fahren will. Nach einem Gin Tonic zum feiern fahren wir ganz vorsichtig Heim in unsere winzige Gartenhütte

Uller ist auf einmal aber ganz grün im Gesicht und muss irgendwie seinen Darminhalt und seinen Mageninhalt plötzlich loswerden. Er vermutet dass er quasi einen Sonnenstich hat. Jedenfalls eine Kombi aus Überhitzung, zu wenig Wasser und zu wenig Nahrung. Entsprechend fehlt er beim Abendessen. Wie schade ist das denn, dass wir unseren Erfolg feiern wollen und er nicht dabei sein kann!
Aber wir übrigen bestellen die Karte quasi einmal runter, weil wir Hunger haben und freuen uns, dass wir ohne Verluste so gut durchgekommen sind. Sogar einen Tag früher als geplant!
Hoffen wir mal dass Uller morgen früh dann auch wieder fit ist. Wir sind jedenfalls auch völlig erledigt jetzt und wollen dringend den Stuhl gegen ein Bett tauschen. Liegen! Nicht mehr sitzen oder stehen…
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