Petrovac - Niksic - Pakoštane

Bild des Tages:

da sowieso kein Frühstück in dem Zimmer enthalten ist können wir früh los. Da ist es noch kühler und wir wollen auch vor dem Mittagessen wieder am Bus und Hänger sein, um niemanden vom Essen abzuhalten.

Klappt einigermaßen mit dem loskommen. Die schnellste Route wäre über Podgorica, die Hauptstadt Montenegros und eine schnelle Straße in der Tiefebene. Klingt wenig reizvoll. Die Straße die Kurviger uns anbietet klingt gut aber ist vielleicht ein wenig zu klein und dann doch deutlich länger. Ergo einen Kompromiss machen. Die Kurvigerstrecke leicht begradigen (geht mit den Shaping points super) dann ist sie kaum länger als die Google Maps Schnellroute. Also los. Man kann sich aber kaum vorstellen, dass das nicht länger dauern soll, die Straßen sind winzig aber hübsch. Durch verlassene und noch bewohnte Dörfchen, mit Aussicht und ohne Aussicht durch Wälder.

Erst nach der halben Strecke geht es auf eine Schnellstraße. Ich bin so froh heute Morgen das Shirt nicht nass gemacht zu haben es hat hier oben nur 20 Grad und bei Tempo 80 zieht es sehr frisch in die Ortema… die Ausbaustrecke endet so plötzlich wie sie angefangen hat und wird wieder zum einer einspurigen Kurvenstrasse durch hübsche Karstlandschaft die sich fast wie Zuhause anfühlt.

Ich muss laut lachen als zwei Hunde auftauchen. Anfangs sondiert man immer erst wie sie drauf sind. Die meisten sind super lieb, ein paar sind sehr wachsam und beobachten einen ganz genau aber sind voll okay und eine kleine Zahl eskaliert sofort und bellt und rennt einem hinterher. Dann heißt es nichts wie weg.

Diese zwei machen aber was Neues, sie rennen VOR uns her. Und zwar eine ganze Weile bis vollkommen unerwartet beide exakt zeitgleich links ins Gebüsch hüpfen. Keine Ahnung ob sie jedes Mal genau dort reinhüpfen oder einer das Kommando gegeben hatte, es sieht so witzig aus wie beide im Synchronsprung weg sind.

Außer Hunden gab es heute wieder einiges an Ziegen, Schafen, Kühen, Pferden. Und tote Igel. 3 Stück gleich.

Kurz vor dem Nikšic See checken wir nochmal die Lage denn wir müssen unbedingt noch Mopeds waschen. So will man die nicht verladen und verzurren müssen. Wir finden eine Autowäsche auf unserer Route und steuern die an.


Der Autowäscher hat eigentlich keine Zeit für uns, weil er noch zwei Autos putzen muss und bei dem Tempo und der Gewissenhaftigkeit ist der Tag dann eh zu Ende. Wir bieten an, die auch selbst kurz abspritzen zu können aber er erbarmt sich dann für 5 EUR pro Moped. Cool endlich sauber!


Ist aber halt auch klar, dass die Route direkt danach nochmal kurz über staubigen Schotter führt. Aber egal, Hauptsache die riesigen Matschklumpen sind weg.

Um 11:30h sind wir dann beim Hänger und begrüßen Oma und Onkel. Die Kinder dort versuchen mit uns zu sprechen aber unser Serbisch bzw Montenegrinisch beschränkt sich auf Guten Tag und Danke. Ich nutze dann Google Translate um zu sagen dass es mindestens eine Stunde dauern wird bis wir wieder alles gepackt haben. Dann legen wir los. Umziehen, alles raus aus dem Bus. Unsere zwei Mopeds rein, Bus vollballern dann Hänger dran und die beiden anderen Mopeds drauf. So gut dass es nur noch zwei sind, mit den drei Mopeds war es echt ein Gepuzzle…

Und das allerbeste ist, dass Kollegin Jasna den Hänger zwischenzeitlich hat reparieren lassen! Der Cousin hat ihn zur Werkstatt gebracht, die Ersatzteile wurden beschafft und die Bremsen sind jetzt komplett ausgetauscht so dass wir sicher nach Hause fahren können. Wie tolle Kollegen kann man eigentlich haben! 💕

Dann müssen wir noch ein Bier und einen Apfelschnaps trinken und noch ein bisschen versuchen mit Google Translate zu sprechen (ja ich bin die Kollegin von Jasna, wir sind bis Südalbanien gefahren, der Onkel war auch schon in Deutschland) und wir zeigen noch ein paar Bilder und bedanken uns nochmal für diese tolle Möglichkeit hier alles zu lassen. Da hat uns sooo geholfen.

Und dann gibt’s noch was von der Bäckerei und los geht es. Die erste Grenze nach Bosnien dauert 40 min. Kein Wunder, mit der Kippe in der Hand dauert es halt ein bisschen länger

Wir hoffen darauf ihn wie schon Sandra das gemacht hat mit vielen Fahrzeugscheinen zu verwirren..

Aber niemanden interessiert der abgelaufene TÜV von Thom (der zuhause im Stand-by ist und Daumen drückt) diesmal. Das selbe an der zweiten Grenze von Bosnien nach Kroatien. Dort geht eh alles ganz fix.

wir beschließen bis ca 19h heute zu fahren und ich suche was Hübsches um zu Schlafen und Abend zu essen. Einen Han aus dem 17.Jahrhundert mit tollen Zimmern und lecker Essen (Maskovica Han) der wunderschön als Heritage Hotel umgebaut wurde.


So haben wir morgen „nur“ noch 900km vor uns.

Hier weiterlesen: Nächster Tag

Comments