Montreux- Arbois Start der Barolo Rallye
Heute ist ausschlafen angesagt, seit Tagen sind die Nächte zu kurz und die Tage zu lang. Also klingelt um 10 der Wecker, wir packen, satteln die Mopeds wieder und auf gehts zur Mission…
Ich wollte schon immer mal in geheimer Sache in eine Schweizer Bank. Heute war es soweit. Wir haben 130 alte Franken Scheine die man nur in einer Kantonalbank umtauschen kann. Der Bankier hat sie mir diskret und quasi wortlos getauscht und uns wieder zu Liquidität verholfen.

Dann aber nichts wie raus aus der Stadt, es wird schon wieder ziemlich warm… also Richtung Jura mit letztem Blick auf den Genfer See und das Mont Blanc Massiv.




Dann meldet sich um 12h der Hunger und wir bestellen einen Cappucchino und ein Croque Madame. Dass der Cappuccino ein Desaster wird war irgendwie abzusehen, ich hab keine Ahnung warum wir das immer wieder probieren. Hier also nochmal als Gedächtnisstütze:Keinen Kaffee in Frankreich, die können das nicht und wollen es offenbar auch nicht.
Trink Wein oder Cola…

Die Strecke haben wir dann mit Kurviger gemacht bis Arbois und sind nicht enttäuscht worden. Herrliche Landschaft. Schweizer Hinterland. Ein Träumchen…




Kurzer Anruf zuhause dass alles okay ist bei uns. Dann geht es schon weiter

Die Grenze ist winzig, Zwischen Schweizer und Französischen Feldern stehen ein paar Grenzer mit Warnwesten. Gut dass sie die anhaben den es kommt für uns ziemlich unvermittelt dass da eine Grenze ist. Nachdem wir beteuert haben, dass wir keine Uhren gekauft haben in der Schwiz (nichts läge mir ferner als bekloppte überteuerte Armbanduhren zu kaufen) und erzählt haben wo wir herkommen und wo wir hinwollen, gehen ihnen die Fragen aus und sie lassen uns unserer Wege ziehen. Viele Kurven weiter und eine gesperrte Strasse die wir umfahren, landen wir dann in Arbois. Vor den Hotel sind gerade auch die anderen angekommen also großes Hallo und ab unter die Dusche und in frische Klamotten weil es nur 30 Min sind bis zur Weinprobe. Dort wird erstmal der Keller besichtigt. Bei angenehmen 12 Grad.

Hier lagert in Eichenfässern der Vin Jaune. Also der gelbe Wein. Er wird oxidativ gelagert also verdunstet aus dem Fass heraus, mit einem Schleier von Hefe obenauf und wird nicht wieder aufgefüllt. Dadurch verliert er ca. 25% Wein.
Das Verfahren übersteht wohl nur der Sauvignon gut weshalb das mit dieser Traube gemacht wird.
So sieht dann das Innere des Fasses aus, hier mit einem Glasfenster.

Ziemlich entschleunigt die Keller Besichtigung.
Aber dann wird endlich probiert. Von Cremant über Trousseau (nur hier in der Region bekannt) über Chardonnay zu Vin Jaune. Den mag man oder nicht, im Grunde schmeckt er wie Sherry. Und zum Abschluss gibt noch einen Vin de Paille (also Heuwein). Dabei werden die Trauben auf Heu getrocknet und danach ausgepresst. Auch lecker..
Weil wir noch ein paar Minuten Zeit haben, gehen wir in eine kleine Bar und bestellen eine Flasche Cremant mit Blick auf diesen hübschen Kanal.
Das Abendessen gibt es woanders und es ist reichhaltig!



Vollkommen satt und müde fallen wir entsprechend ins Bett. Zeit für ein paar süße Träume…
Hier geht’s weiter: https://roadtripon2wheels.blogspot.com/2026/06/arbois-beaufort-1-fahrtag-der-corkscrew.html
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