Le-Poujol-sur-Orb - Tuchan (Tag 4 ACT)

Pic of the day:


​Frühstück ist heute inbegriffen und wir bestellen es auf 8h. Wir haben ganz okay geschlafen, hatten schon große Angst wegen der Katzen im Haushalt aber die dürfen wohl nicht in die Schlafräume.  Ben ist vorher schon no no Öl am Motorrad und versucht seinen lecken Öleinfüllstutzen am Zylinder zu flicken mit Kleber. Mal sehen wie lange es hält. Und er parkt das Motorrad um, weil die Müllabfuhr die Mülltonnen braucht die wir blockieren. 


Nach dem Frühstück, um 9:30h geht es erstmal 60 km auf einer Landstraße die theoretisch 90km/h erlaubt, was für mich schon das absolute Vollgas ist mit der 300er. Außerdem ist es Arschkalt. 16 Grad, wenn man schnell fährt, sind frisch. 

Dann biegt die Straße nach Süden ab und es geht raus aus dem Flusstal hoch auf den Berg. Bis auf 1311m auf den Pic de Nore.


Hier windet es wie Hölle und ist na klar maximal kalt (12 Grad) ist nach dem 38 Grad vor zwei Tagen einfach sehr ungewohnt. 



Jetzt aufwärmen und essen in Carcasonne ist der Plan. Vorher fahren wir aber noch ein hübsches Kurvental entlang und in einem hübschen Örtchen Villeneuve-Minervois stehen einladend die Tische draußen und weil uns eh der Magen knurrt ist unser Carcasonne jetzt hier. Es gibt Riesen Portionen (Salat mit Ziegenkäse, Pinsa mit allem und Grillteller) 



Und neben uns setzen sich die zwei Engländer die wir schon zweimal gekreuzt haben die mit zwei Himalayans unterwegs sind und nach einer Hochzeit in Südfrankreich dann Richtung Türkei weiterfahren (haben 3 Monate Zeit). Leider müssen wir alle noch fahren, normalerweise wäre ja bei der dritten Begegnung ein Schnaps fällig. 

Ich mache noch schnell ein Foto vom den Jungs beim losfahren und Schwinge mich auf die Voge die nur noch ein klägliches Geräusch macht. Warum auch immer ist die Batterie komplett leer. Die Zündung war aus und das Voltmeter auch (das wären die üblichen Verdächtigen) das einzige was ich mir vorstellen kann ist, weil ich das Navigationshandy angesteckt  hatte. Zumindest war das nachher mit 73% ganz okay geladen. Vielleicht war es auch nur die wirklich nicht mehr gute Batterie. Naja, die Jungs sind jetzt weg und ich stehe da. Aber ich stehe am Hang. Mache den zweiten Gang rein und wäge ab ob ich da jetzt runterrollen soll, weil wenn es schief geht, finden die Jungs mich vielleicht nicht so einfach wieder. Egal ich probier es. Geht natürlich schief. Blockiert nur ohne anzuspringen. Hab das halt auch noch nie wirklich gemacht. Also egal, ich stehe unten im Dorf, abseits der Hauptstraße und überlege die Kiste abzustellen und hochzulaufen damit ich sichtbar bin aber da kommen schon zwei Mopeds angefahren und Uller sieht gleich, dass ich nicht mehr dastehe wo ich stand aber ihnen auch nicht begegnet bin also irgendwo stecken muss. Ich muss den dritten Gang nehmen lerne ich. Pffft. Ok. Klappt sofort als Uller das dann macht und weiter geht die Fahrt. 



Die Umfahrung von Carcasonne ist ein bisschen zäh aber geht auch schnell vorbei. Dann wird es landschaftlich wieder total schön und abwechslungsreich. 




Als es gerade wieder in eine offroad Passage geht, steht ein groooooßes Landwirtschaftliches Nutzfahrzeug vor mir. Ein Wein Vollernter. Witzig, als wir das letzte Mal mit Ben in Italien auf dem ACT waren, haben wir das erste Mal einen Vollernter gesehen, und hier jetzt das zweite Mal. Ich finde das ganz schön faszinierend dass das irgendwie geht. 

W

Vorher sieht die Rebe so aus:


Und nachdem er durch ist so:



Dann gibts die obligatorische Nachmittagspause um 16h mit Cola, Kaffee und der Suche nach einer Übernachtung. Gestaltet sich irgendwie schwierig der Favorit ist, ehe ihn die Jungs angeschaut haben schon weg. Alternative ist ein Campingplatz den die Jungs irgendwie spooky finden weil es nur komische Bilder gibt. Nach einer Weile hin und her wird es aber doch der Camping und wir buchen eine Lodge dort. Also weiter, gleich geht es wieder in den Dreck… oder auch nicht… den dieses Schild hindert uns daran. Also die Ecke nicht mitnehmen und umfahren. 


Egal, wir sind gleich wieder auf der Strecke und kurven hübsche Strässchen, in einem Ort wird gerade Wein abgeliefert und gepresst. Wir müssen das auch kurz anschauen. Hier stehen die Lieferanten 




Hier wird es reingekippt und mit Wasser grob gereinigt.


Dann geht es herrlich weiter mit echt toller Landschaft durch den Corbiere Nationalpark.




Aber auch hier steht nach etlichen Kilometern die wir schon offroad fahren ein Schild dass nur Berechtigte durchfahren dürfen. 


Aber erstens kommt das Schild wirklich zu spät um hier noch umzudrehen und zweitens ist vollkommen unklar auf welchen der beiden Wege sich das bezieht. Wir interpretieren dass das nur für den rechten gilt und fahren unseren (linken) Track weiter. Der ist mal endlich nicht so breit und spannender zu fahren. Sehr hübsch. Da wir eigentlich ganz nah an Tuchan sind, wo der Campingplatz ist, den wir gebucht haben, fahren wir jetzt direkt dort hin um früher da zu sein. Wir können ja morgen zurück fahren und den Schnurpsel noch mitnehmen. Also ab zum Camping für das letzte Stück offroad:


Erstmal Betten beziehen:


Heißt Lodge und fühlt sich ganz nach Dschungel an


Und weil es einen Pool gibt, nutzen wir den auch. 



Das Tagesspecial in dem Campingrestaurant ist ein T-Bone Steak und wir teilen das zu dritt. Ziemlicher Luxus heute :-)



Wine of the day bzw. the Night: 


Und beim Zähneputzen haben wir noch Einen Zuschauer 


Und auf der Klo noch der Kumpel. Der ist aber ganz grün im Gesicht


Hier weiterlesen: https://roadtripon2wheels.blogspot.com/2026/09/tuchan.html

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