Picture of the day:
Naja, also früh sind wir wieder nicht dran... 10:45h zeigt die Uhr. Und weil es im Hotel eh keinen anständigen Kaffee gab, müssen wir nach 15 min Fahrt auch schon wieder anhalten und Kaffeepause machen. Heute ist ja der Tag an dem wir uns mit Marco synchronisieren wollen. Mal sehen, wann das klappt. Wir sind gerade mal ein Stündchen unterwegs als von Marco die Message kam, dass er vermutlich schon VOR uns ist. Und ja, ist er tatsächlich. Also müssen wir jetzt aufholen.
Aber erst noch Störche fotografieren- weil wann bitte kann man schon mal in ein Storchennest von oben schauen??? Also Störche und Burgen gibt es jedenfalls inflationär viele in Spanien und Portugal..
Und hier hat es so viele, dass sie sogar auf Bäumen nisten und nicht nur auf Kirchen und Strommasten...
Dann kommt eine Brücke, die offenbar bei einem Hochwasser zerstört wurde. Jetzt gibt es eine Behelfsbrücke nebenan, aber die Alte war schon sehr hübsch.
Nachdem wir jetzt bei 15 Grad einiges an Strasse zurückgelegt haben, freuen wir uns auf den offroad Anteil.
Die Landschaft ist echt krass blumenreich. Man will eine Biene sein in dieser Natur. Portugal hat dieses Frühjahr ja viel Wasser abbekommen und das sieht man.
Wir müssen nicht lange fahren bis Marco im Wald steht...
Das ging schneller als erwartet. Schön sich wiederzusehen, auch wenn wir uns quasi nicht kennen. Aber auf jeden Fall freuen wir uns alle, jetzt mal gemeinsam zu fahren. Also los geht's
WTF!? Also es gibt ja angeblich Leute die Wasser in Wein verwandeln können. Andere heißen Marco und können Trracks in Sand verwandeln. Wir haben genau zweimal bisher Sand gehabt und zwar immer nur dann, wenn Marco dabei ist. Was ist da bitte los?
Nach kurzer Zeit geht der Sand in eine andere Spielform über. Ich weiß jetzt, warum in den Enduroparks so gerne Spurbalken fahren geübt wird (ein schmales Stück Holz über das man quasi balanciert) denn genau diese Fähigkeit war heute gefragt. In dem Fall waren links und rechts tiefe Spurrillen und Auswaschungen und zwischendrin ein schmaler Grat auf dem wir gefahren sind.
100% Fokus war über lange Zeit gefragt. Und wenn man mal im einer Spurrille gelandet ist, war sie oft mit tieferem Sand gefüllt.
Und am Ende kam zu Abschluss noch ein hübscher Bahnübergang..
Schon krass hübsch hier alles!
Und schön zu dritt zu fahren. Das Tempo geht super zusammen.
Und was unsere Fotostops sind, sind Marcos Drohnenstops. Bei der Wasserdurchfahrt lässt er die Drohne mal raus (die übrigens gleich von einem Schwarm Bienen oder ähnlichem bedrängt wird) für die, die Insta haben: GS_pleasure ist Marco- da findet ihr die Videos in der Story
Und dann ändert sich plötzlich die Landschaft.
Viele Nadelwäder...
Dann wirs mal Zeit für nen Nachmittagskaffee und eine Abschätzung wie weit wir noch kommen zwecks Zimmer. Jetzt brauchen wir ja zwei Zimmer. Witzig, jeder hat ja auf so einer Reise nach 2-3 Wochen so seinen Trott und wir kennen uns auch nicht wirklich also muss viel abgestimmt werden, wie wer Übernachtungen findet usw. Aber das macht ja so eine Reise aus, dass man lernt, Kompromisse macht, neue Erfahrungen macht usw. Wir finden eine gute Übernachtung mittels booking und buchen die diesmal auch direkt. Müssen es heute also bis Proença-a-Nova schaffen.
Lustig, hier sind demnächst Wahlen und das Walplakat der hiesigen CDU ist irgendwie anders als für die deutsche CDU
Der nächste Ritt geht mal wieder durch Eukalyptuswälder. Hier gibt es wirklich Unmengen an Eukalyptus Monokulturen.
Der Ritt geht auch diesmal wieder rauf, runter, steil, flowig, alles dabei. Fies an einer Stelle ist eine scharfe Linkskurve, die alleine schon knifflig wäre, aber direkt danach geht es supersteil hoch, mit Auswaschungen so dass man also auch noch dem Motorrad eine klare Linie vorgeben sollte- das ganze garniert mit Gegenlicht und Staub von Uller. Ich habe mit der Steilheit null gerechnet und bin zu weit hinten mit meinem Gewicht. Deshalb hänge ich auch noch zusätzlich dumm am Lenker diese Kombi lässt die GS steigen und am eh schon steilen Hang, führt das zu einem unfreiwilligen Wheelie. Ich bekomme sie zwar wieder in den Griff, bin aber jetzt eine Spur weiter links was zu einer Kollision mit einem herunterhängenden Eukalyptusast führt, der krachend in mein Schild scheppert aber immerhin, ich bleibe immer noch auf dem Motorrad. Das war ein knapper Safe aber es war einer... Marco der hinter mir war, hat gar nicht mitbekommen, wie knapp es war. Mein Adrenalinpegel ist aber mal kurz ganz oben...
Dann noch ein bisschen weiter im Eukalyptus und mal wieder kurz verfahren. Wieder ein schweißtreibendes Wendemanöver, ich fahre aber an der Stelle nochmal vorbei. Uller und Marco denken, ich bin schon hintenrum an ihnen vorbeigefahren, statt dessen hab ich mich mittlerweile beim erneuten Umdrehen an ungeeigneter Stelle in den Graben geworfen. Die GS liegt kopfüber. Ich schaffe es im ersten Schritt sie wieder in ihre 45 Grad auf dem Boxer liegend zu bekommen. Den Rest schaffe ich vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber bevor ich es testen kann, kommt ein Auto. Der Fahrer steigt gleich aus und hilft. Ausser Helfen und Ciao haben wir nichts gesprochen aber ich bin sehr dankbar und flitze den Jungs hinterher, die nichts von dem ganzen Casino geahnt haben, und sich mit der bröseligen Betonsäule die Zeit vertrieben haben.
Und gerade als wir alle denken es reicht für heute, kommt unser Zielort.
Mit lautem Bohei- hier findet gerade ein Mofarennen statt!
Und weil es geht, parken wir die Mopeds direkt vor dem Bett. Besser geht nicht. Den hübschen Pool sparen wir uns weil es leider nicht warm genug ist.
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