Nürtingen - Valence

Wow, jetzt geht es tatsächlich los! Einen ganzen Monat haben wir nun Zeit! 

Bisher ist das Unternehmen allerdings vor allem Stress gewesen . So vieles war oder ist unklar. Wo bleibt der Bus, mit welchen Motorrädern fahren wir, wie navigieren wir, wo wollen wir rumfahren, wo treffen wir evtl. Kristin und Rainer, wie bauen wir einen Flaschenzug, wenn wir ein Motorrad bergen müssen (wir sind ja nur zu zweit da könnten 240 kg ein bisschen schwer werden, wenn wieder solche Dinge passieren wie in Italien), nehmen wir Reifen Flickzeug bzw. Montiereisen und Schläuche mit, wo bekommen wir auf die Schnelle Ersatz Kupplungs-und Bremshebel her und lauter solche schwierigen Fragen.. Gestern bin ich nochmal zum ATU und zu Polo gefahren und habe einiges besorgt. Die Hebel kosten jeder 100 Eur(!) das ist ein bisschen viel. Statt dessen nehmen wir jetzt einen Höllen- 2Komponentenkleber mit und hoffen, dass wir im Notfall kleben können. 

Mehrere Tage hat mich tatsächlich die Frage umgetrieben, welches Motorrad ich jetzt nehme. Sehr spontan hat mir unser Motorradhändler noch angeboten den F900 Vorführer zu kaufen und schon mitnehmen zu können. Ich habe mich aber leider (??) nicht verliebt und außerdem hätte das weitere Probleme mit sich gebracht - das Motorrad gibt es ja noch nicht auf dem Markt, deshalb gibt es noch nicht alles für die Sturzbügel, keine Gepäckbefestigungsmöglichkeit usw. Naja, letztlich habe ich mich für die sauschwere GS entschieden.

Der grobe Plan für heute sieht so aus, dass wir gemütlich losfahren bis wir müde sind. Strecke machen und dann ein Autobahn-nahes Hotel suchen in dem wir schlafen können um ausgeruht dann morgen anzukommen.

Nach dem einigermaßen Ausschlafen kam Oli, um beim Motorräder einladen zu helfen. Immerhin das erste Mal, dass beide BMWs in den Bus müssen. Und die sind mit den Boxer Motoren halt leider sehr breit und die Breite ist ungefähr an der gleichen Stelle. Also kam die NineT in die Ecke. Ohne Wippe einfach schräg eingespannt. Die GS durfte dann gemütlich daneben in die Wippe. Hat erstaunlich gut und schnell geklappt. Also noch Kaffee trinken mit Oli und tschüss sagen zu Thom der auch noch kurz vorbei kam. 




Dann klar Schiff machen und oben auch noch allen tschüss sagen, die auf dem Balkon gewunken haben. Dann noch schnell bei Ullers Eltern vorbei um uns zu verabschieden und an der Tanke einmal voll machen, einmal Windschutzscheibe putzen und einmal Reifendruck prüfen und Verzurrungen nachziehen, dann ist es soweit dass wir tatsächlich loskommen. 14h ca.

Auf der Autobahn ist nichts los. Es geht monoton dahin. Selbst in der Baustelle liegen gebliebene Autos und Unfälle sind kein Problem wegen des geringen Verkehrsaufkommens. Ziemlich gemütlich also alles. 




Uller fährt die erste Etappe während ich mich immer noch mit den Navigationsthema auseinandersetze, oder mit den Apps streite, wie man das auch immer nennen will. Es hat mich schon soooo viel Zeit gekostet. Eigentlich wollen wir mit OsmAnd navigieren. Aber alle Versuche darin Routen zu planen sind irgendwie zum Scheitern verurteilt. Ich kann mich damit anfreunden den gpx track damit zu navigieren aber nicht ihn zu erstellen. Also muss was anderes her. Gestern bin ich darüber gestolpert myMaps zu nutzen. Und heute habe ich dann auf der Fahrt tatsächlich hinbekommen darin Routen zu erstellen, als KMZ zu exportieren, das in GPX zu konvertieren und in OsmAnd hochzuladen. Also so würde es auf jeden Fall gehen.

Wir schätzen, dass wir ungefähr bis Valence oder Orange kommen werden und suchen ca. eine Stunde vorher ein Hotel. In Valence werden wir fündig und checken um 22h ein. Ein Glas Wein geht noch zum Blog schreiben (also jetzt gerade) und dann werden wir zügig schlafen und morgen lieber früher loskommen. Der Tag morgen besteht aus ca. 5 Stunden Autofahrt und 1,5h Zugfahrt ;-)

Hier geht es weiter: https://roadtripon2wheels.blogspot.com/2024/05/tag-2-valence-barcelona.html

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