Tordesillas - Granyena de les Garrigues
Das Ziel heisst Manresa. Gestern haben wir nach dem ACT noch die Strecke von Bragança bis Tordesillas hinter uns gebracht um zumindest schon mal 2 Stunden gen Osten zu schaffen.
Heute wollen wir den Löwenanteil der Strecke machen. Um 9:45h sind wir gestartet. Nicht übel. Bis Soria geht das sich auf die Autobahn packen, Kilometer fressen, schnell fahren ganz gut. Dann gibt's Frühstück und wir finden beide, dass wir lieber 1-2 Stunden länger fahren und dafür dieses fürchterlich monotone Autobahngefahre nicht haben. Beim Motorradfahren ist der Weg das Ziel und man kann nicht auf der Autobahn Kilometerfressen ohne zu verzweifeln. Also jedenfalls wir nicht. Ausserdem sind die 17 Grad echt kalt bei 130 km/h.
Wir machen also eine Route. Ohne Autobahn von Soria bis Manresa mit einem Zwischenziel um am Embalse de Mesquinenza vorbeizufahren. Also los.
Nur 100m nach der Entscheidung sind wir überglücklich, weil es kleine kurvige Strassen sind. Weitere 100m später wird es komisch, weil es Schotter wird. Vor lauter Autobahnen vermeiden hat Google maps jetzt ein Stück schnelle Strasse vermieden und uns auf die Piste geschickt! Auch schön! Aber nach kurzer Zeit landen wir dann doch auf einer Landstraße und dann wieder auf der größeren. Aber seit der Entscheidung von der öden Autobahn runterzufahren, ist jeder Meter superschön mit viel zu sehen.
Belmonte del Gracián liegt hübsch terrassiert:
Wir kommen an hunderten Bodegas vorbei bei der ich am liebsten in jeder eine Weinprobe machen würde.
Und haben tolle Kurven wie hier bei Codos:
Die sehr weitläufige und wenig besiedelte Landschaft wird hier großflächig für Photovoltaik genutzt
Und nachdem wir uns auf der Strecke noch ein paar Kirschen in den Plantagen gemopst haben, kommen wir zum Embalse de Mesquinenza
Als wir in Granyene de les Garrigues ankommen freuen wir uns sehr auf das angepriesene Essen das auf booking gelobt wurde. Wir haben 550 km in den Knochen und wollen nur noch Essen und ins Bett fallen. Nur leider ist der junge Mann der uns aufmacht ganz alleine, hat nichts zu essen da und verweist uns auf eine Bar im Dorf. Shit. Na dann halt mal los, direkt in den Motorradklamotten mal sehen wo es was gibt. Es gibt nichts. Alles zu. Der junge Mann empfiehlt uns ein Restaurant in 10km Entfernung. Er saß offenbar noch nie nen ganzen Tag auf dem Moped aber ich glaube er hat gut verstanden dass wir es sehr ernst meinen, dass wir heute keinen einzigen km mehr fahren und er jetzt irgendwas auftreiben soll. Also verschwindet er in der Küche und kommt mit allem was er finden konnte zurück - 1 Flasche Rotwein, 1 Flasche Wasser, Rührei aus 3 Eiern und etwas Käse und Schinken. Na also, nicht reichlich aber es reicht. Jetzt können wir schlafen gehen...
Hier geht es weiter: https://roadtripon2wheels.blogspot.com/2024/05/act-portugal-resumee.html
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