Waldautobahn und Dirks Trauma

Heute ist die Waldautobahn dran. Leider ohne Thom, der kuriert noch seine Erkältung aus. Witzig ist schon am Anfang der Einstieg. Es geht durch ein altes Dorf in dem die Häuser sehr eng stehen und das Motorrad gerade so zwischen den Häusern durch und um die Ecken rumkommt. Gute Blickführung vorausgesetzt. Man kommt sich eigentlich vor wie James Bond auf Verbrecherjagd - mit wildem Hakenschlagen durch die Häuser. 

Danach geht die Strasse über in eine Schotterautobahn, die durch die verkohlten Bäume des Waldbrandes vor einigen Jahren führt. Mit hübschem Blick auf den Stausee. 



Wieder liegen heute Baumstämme quer - aber wir haben ja schon Übung und kommen gut durch.



Uller und Ben tauschen unterwegs auch mal Mopeds. Und weil Uller auf der CRF so viel Spass hat, muss Ben ihn einbremsen indem er in einer Schlammpfütze ordentlich Gas gibt und Uller eine Fangopackung verabreicht.


Das Strässchen geht wunderschön bergauf und manchmal bergab. Meistens über Naturwege oder Schotter, ab und zu auch über Betonpiste 

bis zu einem exponierten Aussichtspunkt 



Und gerade rechtzeitig, als der Magen anfängt zu knurren, geht es bergab bis nach Albunelas. Wieder beschließen wir wenig Essen zu bestellen, wieder bestellen wir viel, wieder jammern wir darüber. Richtig lernfähig sind wir wohl nicht.

Dann gehts weiter runter Richtung Bachbett. Das Bachbett ist Dirks Trauma - letztes Jahr hatte er das Bachbett als schwere Variante für einen Teil der Truppe vorgeschlagen,während der Rest der Truppe oben lang fahren sollte. Wir haben aber damals alle einen Mut-Tag gehabt und sind alle runter ins Bachbett gefahren. Dirk, der sonst ja nicht so leicht aus der Fassung zu bringen ist, hatte kurz einen entgeisterten Blick, sich aber sofort wieder gefangen und uns tapfer durchs Bachbett geführt, damals hat es vermutlich eine Stunde gebraucht bis wir alle irgendwie da durch waren, ständig ist jemand umgefallen oder auf die Findlinge aufgefahren, die dort rumliegen. Dieses Jahr wollten wir da unbedingt wieder fahren. Die Bedingungen dieses Jahr sind extrem gut, weil es so viel geregnet hat, dadurch ist der Sand und Kies nicht ganz so lose. Und überraschenderweise sind wir kaum losgefahren schon ist das Ende erreicht. Fast ohne Umfaller. Aber diesmal sind wir auch nur erfahrenere FahrerInnen. Auf jeden Fall hat es so viel Spass gemacht, dass wir es am liebsten nochmal gefahren wären. 

Aber wir sollten ja langsam mal heimfahren. Also machen wir das. An der großen Staumauer runter an den Fluss und dort entlang und durch den Olivenhain und Zitrusplantagen wieder hoch nach Orgiva. Nach dem Tanken zu Dirk und glücklich und unverletzt die Mopeds abgestellt. 

Thom geht es inzwischen auch besser und weil der Südtiroler heute ausnahmsweise mal abends offen hat und Pizza bäckt, nutzen wir die Chance nicht kochen zu müssen und fahren runter. 

Zum Nachtisch gibt es in Andalusien einen Südtiroler Kaiserschmarrn. Tja, hier ist alles möglich.







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