Zwischenstopps Slowenien und Kroatien- das Abenteuer beginnt früher als geplant

Bild des Tages:

Von München aus ging es gestern dann noch ganz relaxt nach Slowenien. Wenig Verkehr ab und zu Regen. In Slowenien war Bohinska Bela bei Bled unser Ziel um eine Nacht bei Sabine zu übernachten. Parkplatz für Bus und Hänger hat Sabine uns organisiert Für die Fuhre einen sicheren Platz zu finden der auch gut anfahrbar ist, ist leider ein Thema. Entsprechend happy sind wir als beides gut geparkt ist.

Nach der Fahrt erkunden wir mal das lokale Klettergebiet. Schade dass ich mein Kletterzeug nicht dabei hab, aber man kann ja auch nicht alles gleichzeitig machen!

Weil Sabine abends auf einen Geburtstag eingeladen ist und die Slowenen ja gastfreundlich sind, sind wir gleich mit eingeladen. An einer Hütte (Angelclub) am Fluss.

Am Ende kennen wir alle Gäste. Viele sprechen deutsch, weil sie jahrelang in Deutschland gearbeitet haben (z.B. Sanitär, Möbelbau und Katastrophenschutz Schulungen) der Rest spricht Englisch und alle sind extrem herzlich.

Einige der Gäste sind ursprünglich aus Kroatien oder Montenegro und deshalb bekommen wir zahlreiche Tips. Besonders Edo kümmert sich intensiv um unsere zweite Nacht in Montenegro. Er will morgen mit seinem Kollegen sprechen dessen Vater ein Hotel dort hat.


Neben reichlich Essen und Getränken gibt es Musik aus einer Dröhnbox mit Karaokefunktion. Die Slowenen stehen auf Schlager, Volksmusik und alte kroatische Musik. Aber wir werden uns auch bei 80er Hits einig.

Um halb 2 fallen wir völlig platt und übernächtigt ins saubequeme Gästebett und schlafen perfekt um dann um 10h Richtung Kroatien aufzubrechen (größtes Hindernis ist der Stau in Bled durch die Touristenströme)

Ohne größere Vorkommnisse (denken wir) fahren wir nach Kroatien

 

Als ich mal pieseln muss und wir Fahrerwechsel machen wollen, fällt Uller der Gestank auf, der nach Bremse riecht. Nicht gut. Er hat den Verdächtigen gleich gefunden, bei der letzten Pause in Slowenien als wir einen Cappu geholt haben und Sachen aus einer Bäckerei, hat er um die rechte Bustüre aufzubekommen, die Bremse des Hängers anziehen müssen, aber vergessen Sie danach wieder zu lösen. D.h. wir sind jetzt mehr als 50km mit der angezogenen Bremse gefahren. Die glüht jetzt entsprechend und - ziemlich krass- der Lack, den Rainer direkt vor dem Urlaub frisch aufgetragen hatte, wirft Blasen. Au weia, das ist richtig scheiße. Aber jetzt heißt es erstmal sofort weiterfahren um die Bremsen runterzukühlen.

Dann noch die echt langweilige Autobahn bis Dalmatien hinter uns bringen aber gegen 17h ist auch das geschafft und wir kommen nach einem kleinen Pass über die Bergkette in Donja Brela an. Ich hatte 3 Stunden mit google maps Satellitenbildern gesucht, um was direkt am Meer zu bekommen das einen großen Parkplatz für das Gespann hat. Bevor wir mit der sperrigen Fuhre reinfahren, checken wir nochmal, ob jemand von der Unterkunft angerufen oder geschrieben hat. Beides negativ. Hmmm. dann fahren wir mal rein. Bleiben aber kurz vor dem Haus bei zwei größeren Parkplätzen stehen um nicht in Gefahr zu kommen Rückwärtsfahren oder umdrehen zu müssen. Ich geh in die Rezeption und die Chefin fragt warum ich nicht angerufen habe und sie hätte mir auch ein Video geschickt wie die Anfahrt zum Parkplatz geht… alles leider bei mir nicht angekommen. Folglich stehen wir jetzt hier in einer steilen und engen Sackgasse. Es folgt: vorwärts in den Parkplatz fahren, Hänger abhängen, Bus in Fahrtrichtung Richtung Straße stellen, Hänger anhängen, feststellen, dass das nicht um die Kurve reicht, dann kommt Unterstützung in Form von Toni, Bruder der Vermieterin. Hänger wieder abhängen, Bus voll auf die Straße stellen, Hänger auch in die steile Straße stellen, losfahren, zu steil, Reifen drehen durch. Caramba ! Was jetzt? Wir haben volle 3,5 Tonnen Gewicht und das ist alles richtig übel steil hier.

Nochmal zurück auf ein minimal flacheres Stück und Vollgas! Gas! Gas! Gas! Es klappt gerade so und Uller schafft es bis zum eigentlichen Parkplatz. Boah, was ein Nervenkitzel!

Und nur 5 min später, wir haben gerade mal den Hänger geparkt, kommt Toni mit seiner BMW mit kaltem Bier und kalter Cola im Topcase (das mit Fingersensor geöffnet wird) und wir stossen erstmal auf diesen Erfolg an.

  

Und gleichzeitig entwickeln wir Schlachtpläne für morgen denn das gerade war steil aber was morgen ansteht, um hier wieder raus zu kommen ist die Steilheit von San Francisco gepaart mit der Enge einer alten italienischen Stadt. Das einzige warum es vielleicht machbar ist, ist, dass man Schwung nehmen kann.

Da müssen wir dann hoch

Die Idee ist, mit 4 Strassenposten sicherzustellen, dass niemand aus seiner Garage fährt, während Uller hupend mit Vollgas da hoch zirkelt und oben müssen zwei die Kreuzung sichern, damit er ausholen und wieder in die Gerade kommen kann.

Das kann ja noch lustig werden… aber erstmal sind wir jetzt hier, nach einem zweiten Bier in der Garage vom Toni gehen wir einchecken und ab ins Wasser.

Zwischenzeitlich sind die anderen 3 auch in Brela angekommen aber in einem anderen Teil - 17 min mit dem Auto weg. Daher essen wir einfach getrennt und verabreden uns für morgen früh für die gemeinsame Teamchallenge das Gespann wieder den Berg hochzubringen.

Wir genießen nach der nicht so leckeren typisch kroatischen Dorade mit Mangold (18 EUR) noch ein wirklich leckeres Eis an der Uferpromenade. Das ist auf jeden Fall alles wahnsinnig hübsch und gemütlich hier.


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